22. Feb 2012 | Kolumbien | Menschenrechte

Aussage von Ex-Paramilitär über Uribe verhindert

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Bogotá. Der ehemalige Paramilitär Salvatore Mancuso hat bei einer Anhörung durch den Gerichtshof der Stadt Villavicencio erneut die mangelnden Sicherheitsgarantien für seine Familie im Falle einer Aussage über die Verwicklungen des ehemaligen Präsidenten Álvaro Uribe in paramilitärische Aktivitäten beklagt.

Bei der Anhörung via Internet aus einem US-amerikanischen Gefängnis, in das der Ex-Paramilitär im Jahr 2008 eingeliefert wurde, erklärte sich Mancuso für das Mapiripán-Massaker mitverantwortlich. Bei dem Massaker im Bundesstaat Meta im Juli 1977 sollen ungefähr 80 Menschen innerhalb von drei Tagen ermordet worden sein.

Der Vertreter der juristischen Organisation für Menschenrechte CAJAR, Guillermo Pérez befragte Mancuso zur möglichen Verantwortung des Ex-Präsidenten Álvaro Uribe für paramilitärische Aktivitäten im Bundesstaat Antioquia, wo dieser in den Neunzigern Gouverneur war. Mancuso antwortete, dass er keine Sicherheitsgarantien hätte, um dies zu beantworten. Seiner Familie seien alle Schutzmaßnahmen genommen worden. Auch in der Vergangenheit sei er gehindert worden, darüber zu sprechen. „Jedes Mal, wenn wir gegen den vergangenen Regierungschef aussagen wollten, sind meiner Familie die Schutzmaßnahmen entzogen worden“, erklärte Mancuso aus dem US-Gefängnis.

(hweb/El Tiempo)

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