12. Mär 2012 | Bolivien | Politik

UNO-Repräsentant lobt Boliviens Kampf gegen Drogen

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La Paz. Boliviens Kampf gegen Drogenkriminalität ist nach Ansicht des Repräsentanten des UNO-Büros für Drogen- und Verbrechensbekämpfung erfolgreich. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Prensa Latina sagte Repräsentant César Guedes, dass Bolivien fortgesetzt am Kampf gegen den Drogenhandel arbeitet und es wichtig sei, diese Bemühungen zu loben. So sei das Land im vergangenen Jahr sehr erfolgreich bei der Zerstörung illegaler Koka-Plantagen und Kokainlabore, der Verfolgung von Banden und der Beschlagnahmung von Drogen gewesen. Guedes sagte, dass die Staaten weltweit - inklusive den USA und den Ländern Europas - die Anstrengungen Boliviens unterstützen sollten, da alle Länder das gleiche Problem haben.

Nach dem Bericht von Prensa Latina haben die Verantwortlichen in Bolivien im vergangenen Jahr gut 10.500 Hektar illegaler Kokaplantagen zerstört, 5.000 illegale Labore demontiert sowie 33,8 Tonnen Kokain und 382 Tonnen Marihuana bei 11.800 Einsätzen beschlagnahmt.

Bolivien gehört neben Peru und Kolumbien zu den drei Staaten der Welt, in denen Koka als Rohstoff für Kokain produziert wird. Unter den drei hat Bolivien aber den geringsten Anteil (2009: 30.900 Hektar von insgesamt 158.800 Hektar).

Da Koka gleichzeitig als wichtige andine Kulturpflanze gilt und das Kauen der Kokablätter eine jahrhundertealte Tradition ist, will Bolivien erreichen, das Kokakauen von der Suchtstoffliste der UNO streichen zu lassen. Aus diesem Grund ist Präsident Evo Morales am Wochenende nach Wien gereist, wo in dieser Woche das jährliche Treffen der Suchtstoffkommission stattfindet, auf dem er die Position seines Landes erneut darstellen will.

(PL)

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