22. Apr 2012 | Brasilien | Menschenrechte

Brasilien: Morddrohung gegen Indigenenaktivist wird untersucht

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Brasília. Brasilianische Behörden wollen eine Morddrohung gegen den Guaraní-Aktivisten und Anthropologen Tonico Benites untersuchen. Dies berichtet die Menschenrechtsorganisation Survival International. Benites wurde gemeinsam mit seiner Familie von einem bewaffneten Mann an der brasilianisch-paraguyaischen Grenze aufgehalten, und beraubt. Der Mann warnte Benites, dass er "alles verlieren" werde, wenn er nicht aufhöre, "Chaos zu schaffen". 

Benites recherchiert derzeit zum Landkonflikt zwischen Viehzüchtern und Guaraní-Indianern. Die Guaraní haben im brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso do Sul beinahe ihr gesamtes Land an Rinderfarmen und Zuckerrohrplantagen verloren. Gemeinden, die versuchen, ihr Land wiederzubekommen, werden immer wieder eingeschüchtert und angegriffen.

Erst Ende letzten Jahres wurde der Guaraní-Anführer Nísio Gomes von bewaffneten Männern vor den Augen seiner Gemeinschaft erschossen. Sie hatten einen Teil ihres Landes wiederbesetzt. 

Benites sagte gegenüber Survival: "Ich werde weiter kämpfen, weil ich stolz bin, zu den Guarani zu gehören, die dafür kämpfen, eine würdevolle Zukunft für ihre Kinder zu ermöglichen."

(survival)

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