7. Mai 2012 | Bolivien | Soziales | Wirtschaft

Gewerkschaften in Bolivien streiken für mehr Lohn

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La Paz. Der bolivianische Gewerkschaftsdachverband COB hat zu einem landesweiten, 72-stündigen Generalstreik gegen die Regierung von Präsident Evo Morales aufgerufen, um Druck für höhere Löhne und Gehälter zu machen. Zudem kündigte der Verband ein Treffen sozialer Organisationen an, um die Möglichkeit eines weiteren, unbefristeten Generalstreiks zu beraten.

Neben dem Lohnniveau geht es dabei auch um anhaltende Proteste von Medizinern, die sich gegen eine Verlängerung der Regelarbeitszeit von täglich sechs auf acht Stunden wehren. Die bolivianische Regierung wollte mit der Änderung die öffentliche Gesundheitsversorgung verbessern, nahm das entsprechende Dekret jedoch inzwischen zurück.

Bei dem landesweiten Streik zwischen den 9. und 11. Mai fordert der Gewerkschaftsdachverband eine Anhebung des allgemeinen Lohnniveaus um acht Prozent, während der staatlich garantierte Mindestlohn um 23 Prozent angehoben werden soll.

Die Regierung hatte unlängst erst angekündigt, den Mindestlohn um 20 Prozent zu erhöhen.

(fmbolivia)

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