21. Jul 2012 | Brasilien | Menschenrechte | Politik

Verhaftungen nach Mord an Guaraní-Anführer

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Brasilia. Brasilianische Behörden haben in den vergangenen Wochen insgesamt 18 Personen im Zusammenhang mit den Mord an einem Indigenen-Anführer im Bundestaat Mato Grosso do Sul festgenommen. Das berichtet die Menschenrechtsorganisation Survival International am Donnerstag. 

Nísio Gomes wurde im November 2011 vor seiner Gemeinde Guaraní-Kaiowa von maskierten und bewaffneten Männern erschossen und abtransportiert. Gomes hatte eine "Retomada" angeführt, eine Wiederbesetzung des traditionellen Landes seiner Guaraní-Gemeinde. 

Zu den Verhafteten gehört der Leiter einer Sicherheitsfirma, dessen Mitarbeiter das Land der Guaraní-Kaiowa-Indigenen im Auftrag von Viehzüchtern patrouillieren. Sechs Viehzüchter, ein Rechtsanwalt und ein Beamter wurden ebenfalls in Gewahrsam genommen. Ihnen wird vorgeworfen, den Angriff auf Gomes geplant, Waffen bereitgestellt und Zeugen bestochen zu haben.

Die Guaraní haben den Großteil ihres Landes an Viehzüchter verloren und leben in überfüllten Reservaten oder in Lagern am Straßenrand. Angriffe an ihren Anführern sind häufig.

(Survival International)

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