Dieser Artikel ist Teil eines Dossiers:
Kolumbianische Friedensgespräche
Hoffnung auf Ende des Konfliktes. Breite nationale und internationale Unterstützung
Bogota. Indigene Gemeinschaften in Kolumbien haben eine Beteiligung an den Friedensgesprächen zwischen der FARC-Guerilla und der kolumbianischen Regierung gefordert.
In einem Interview mit dem lateinamerikanischen Sender Radio del Sur erklärte der Vorsitzende der nationalen Organisation der Indigenen Völker Kolumbiens (ONIC), Luis Andrade, dass für einen dauerhaften Friedensprozess nicht nur die Kriegsparteien involviert sein müssten, sondern alle von dem Konflikt betroffenen Teile der kolumbianischen Gesellschaft.
Dabei müsse vor allem auf die indigenen Gemeinschaften Rücksicht genommen werden, da diese von dem bewaffneten Konflikt am stärksten betroffen seien. Den indigenen Gemeinschaften müsse die Möglichkeit gegeben werden, ihre territoriale Selbstbestimmung und Autorität im Rahmen der Verhandlungen vertreten zu können.
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Andrade forderte auch, dass die afrokolumbianische sowie die Bauernbevölkerung bei den Verhandlungen berücksichtigt wird. Eine Lösung des Konflikts könne nicht nur zwischen der Regierung und der FARC verhandelt werden.
Um einen wirksamen und dauerhaften Friedensprozess zu erlagen, müssten einige minimale Bedingungen erfüllt werden, so Andrade. Wichtige Voraussetzungen seien der Waffenstillstand und das Einstellen der Feindseligkeiten, die Achtung des Humanitären Völkerrechts und den Respekt vor der territorialen Autonomie der indigenen Völker.

