21. Okt 2012 | Chile | Menschenrechte

Mapuche lehnen Besuch von Präsident Piñera ab

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Santiago de Chile. Der Besuch des chilenischen Präsidenten Sebastián Piñera in der südchilenischen Stadt Ercilla ist auf Widerstand und Ablehnung durch Mitglieder der Volksgruppe der Mapuche gestoßen. Die Polizei blockierte den Zugang zur Stadt für indigene Gruppen, die mit ihren Aktionen auf den gravierenden Zustand von vier Mapuche-Gefangenen aufmerksam machen wollten, die sich seit 56 Tagen im Hungerstreik befinden.

Die hungerstreikenden Mapuche wurden zu mehrjährigen Gefängnisstrafen verurteilt. Sie werden des versuchten Mordes an einem Militärpolizisten während einer Razzia und des illegalen Besitzes von Schusswaffen beschuldigt. Die Gefangenen fordern eine Revision ihrer Verfahren vor einem unparteiischen Gericht.

Vor dem Besuch Piñeras zündeten Unbekannte auf einer Landstraße Autoreifen an, um die Durchfahrt zu behindern. Im Zuge der Abriegelung der Stadt wurden laut dem Sprecher der Gemeinde Temucuicui, Jorge Huenchullán, 15 Mapuche festgenommen. Unter ihnen seien auch Frauen und ein einjähriges Kind gewesen. Huenchullán kritisierte den Präsidenten, in Mapuche-Gebiet zu reisen, ohne eine erkennbare Lösung für die indigenen Forderungen zu präsentieren. Neben der Freilassung der politischen Gefangenen fordern die Gemeinden die Rückgabe ihrer besetzten Territorien. Piñera begann seine Reise in der Hauptstadt der Region Araucanía, Temuco, in der sich weitere fünf Mapuche im Gefängnis im Hungerstreik befinden. Bislang lehnte Piñera eine Begnadigung der gefangenen Indigenen ab.

(univision)

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