20. Jul 2010 | Honduras | Politik | Soziale Bewegungen

Keine Anerkennung des Lobo-Regimes

Widerstandsfront in Honduras kritisiert Annäherung von Regionalorganisationen an De-facto-Führung in Tegucigalpa

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Tegucigalpa. In einem ausführlichen Kommuniqué hat die Nationale Widerstandsfront (FNRP) in Honduras eine mögliche Annäherung der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) und des Zentralamerikanischen Integrationssystems (SICA) an das De-facto-Regime des rechtsgerichteten Unternehmers Porfirio Lobo in dem mittelamerikanischen Land kritisiert.

Das Dokument vom Montag dieser Woche fordert die Regionalorganisationen auf, Honduras so lange nicht wieder aufzunehmen, bis die Demokratie wieder hergestellt ist. Auch müsse der letzte demokratisch gewählte Präsident des Landes, Manuel Zelaya, nach Honduras zurückkehren und ein politischer Dialog mit der FNRP aufgenommen werden

Zelaya war am 28. Juni 2009 Opfer eines Putsches von Unternehmern und Militärs geworden. Sie hatten sich gegen den liberalen Politiker erhoben, weil er auf Drängen sozialer Bewegungen eine verfassunggebende Versammlung einrichten wollte, um soziale Rechte zu stärken. Der amtierende De-facto-Präsident Porfirio Lobo gehört zu den Unterstützern des Putsches und wurde als Nachfolger von Diktator Roberto Micheletti inthronisiert. Beide Führungen sind nicht international anerkannt.

Die Widerstandsfront FNRP hatte sich nach dem Putsch als Allianz aus Gewerkschaften, sozialen Organisationen und Menschenrechtsgruppen gebildet. Am 10. Juli wurde Ex-Präsident Zelaya an die Spitze der FNRP berufen. Das Bündnis, das sich für einen politischen Neuanfang in Honduras einsetzt, hielt in der Stadt Tocoa die "Erste Nationalversammlung des honduranischen Widerstandes" ab.

Der 57-jährige Zelaya wurde von 56 Delegierten in Abwesenheit - er befindet sich nach wie vor im Exil - einstimmig zum Koordinator des Exekutivkomitees der FNRP ernannt, wie unser Partnerportal Poonal unter Berufung auf den Informationsdienst adital berichtete. Der Exikutivrat der FNRP setzt sich weiterhin für die Einberufung einer verfassunggebenden Nationalversammlung ein.

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