10. Okt 2010 | Jamaika | Kuba | Venezuela | Medien | Wirtschaft

Neues Glasfiberkabel in der Karibik

Verbindung zwischen Venezuela, Kuba und Jamaika im Juli 2011 in Funktion. Projekt von ALBA-Staatenbund geplant. Vorteile für Kuba

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Havanna. Ein seit Jahren geplantes Glasfiberkabel zwischen Venezuela, Kuba und Jamaika wird voraussichtlich im Juli 2011 in Funktion genommen werden. Entsprechende Pressemeldungen bestätigte am Freitag der kubanische Vizeminister für Kommunikation und Information, Alberto Rodríguez. Die neue Leitung soll in erster Linie die Anbindung Kubas an das internationale Telekommunikationsnetz verbessern. Durch die Blockade der USA muss die Regierung des sozialistischen Karibikstaates einen Großteil der Telefon- und Internetverbindungen über Satelliten abwickeln, was – entsprechend der Ziele der US-Blockade – hohe Mehrkosten verursacht.

Rodríguez zeigte sich zuversichtlich, dass das neue Kabel für Kuba positive Veränderungen mit sich bringt. Bei der Eröffnung einer bilateralen Handelsmesse von Unternehmen aus Kuba und Aserbaidschan in der kubanischen Hauptstadt Havanna nannte der Vizeminister zugleich neue Daten zu dem Vorhaben. Demnach wird die moderne Datenverbindung rund 1500 Kilometer lang sein. Für Kuba sei die Anbindung eine Frage der nationalen Souveränität und Sicherheit, sagte der Politiker in diesem Zusammenhang.

Nach Angaben von Rodríguez wurde die Verlegung des Glasfiberkabels durch die neue Integrationspolitik des Staatenbündnisses Bolivarische Alternative für Amerika (ALBA) möglich. Die Gesamtkosten belaufen sich nach derzeitigen Planungen auf umgerechnet 70 Millionen US-Dollar. Die Planer des internationalen Mischunternehmens Gran Caribe S.A. gehen von einer Mindestnutzungszeit von 25 Jahren aus. Die Ausgaben würden "im üblichen Zeitrahmen" wieder eingespielt werden, sagte der Vizepräsident dieses Unternehmens, Waldo Reboredo, gegenüber der kubanischen Nachrichtenagentur Prensa Latina.

Nach Reboredos Angaben wird das Glasfaserkabel Daten bis zu 3000 Mal schneller übertragen können, als die existierenden Leitungen. Dies würde den "sozialen Austausch" zwischen den beteiligten Staaten verbessern. Nach Einschätzungen des Unternehmensvertreters werden für Kuba die Kosten für Internetverbindungen um mindestens ein Viertel sinken.

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