10. Jan 2008 | Dominica | Venezuela

Inselrepublik Dominica tritt Alba bei

Bündnis der "Bolivarischen Alternative für Amerika" wächst weiter. Venezuela kündigt Bau einer Raffinerie auf der Karibikinsel an.

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Caracas. Während seines ersten Amtsbesuches in Venezuela hat der Premierminister des karibischen Inselstaates Dominica, Rosevelt Skerrit, den Beitritt seines Landes zur "Bolivarischen Alternative für Amerika" (Alba) erklärt. Dies teilte der venezolanische Präsident Hugo Chávez auf einer Pressekonferenz nach einem Arbeitstreffen mit Skerrit am Donnerstag in Caracas mit.

"Wir werden auf der Insel eine Raffinerie errichten und auch im Bereich der geothermischen Energiegewinnung sowie der Wasserkraft-Nutzung zusammenarbeiten," kündigte Chávez an. Eine Raffinerie auf der Insel werde eine "zentrale Rolle in einem Verteilungssystem von Heizöl und Benzin für die gesamte Karibik" spielen, so Chávez. Des Weiteren werde eine gemeinsame Strategie-Kommission für die weitere Zusammenarbeit gebildet. Skerrit fügte seinerseits hinzu, dass die lateinamerikanische Zusammenarbeit "der Schlüssel im Kampf gegen die Armut" sei. Er will die Beziehungen zu Venezuela zukünftig noch ausbauen.

Das Alba-Bündnis der bisherigen Mitgliedsländer Venezuela, Kuba, Bolivien und Nicaragua geht auf eine Initiative von Hugo Chávez aus dem Jahr 2001 zurück. Auf dem III. Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs der Karibik hatte er Alba - das Akronym steht zugleich für das spanische Wort für Morgenröte - als Gegenprojekt zur "Gesamtamerikanischen Freihandelszone" (ALCA) angeregt. Drei Jahre später wurde Alba mit umfassenden Abkommen zwischen Caracas und Havanna formell ins Leben gerufen. Das Projekt ist ein Vorschlag für eine "andere Integration", so Chávez. Der Schwerpunkt liegt im Kampf gegen die Armut und in der Interessenvertretung der lateinamerikanischen Völker.

Die Inselrepublik Dominica ist bereits Mitglied im Wirtschaftsbündnis Petrocaribe, wodurch die Insel venezolanisches Erdöl zu Vorzugspreisen erhält. Chávez hatte Dominica im Februar 2007 besucht. Damals hatten die beiden Staaten bereits Abkommen in den Bereichen Bildung, Tourismus und Kommunikation geschlossen.


Quellen:

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