Gemeinsamer Markt des Südens (Mercosur) für Reform des Weltfinanzsystems. Regionale Integration wichtigstes Mittel gegen die Krise
Brasilia. Die Länder des Gemeinsamen Marktes des Südens (Mercosur) treten für eine tiefgreifende und umfassende Reform des weltweiten Finanzsystems auf. Das geht aus einer gemeinsamen Erklärung hervor, die nach einer Sondertagung des Mercosur-Rates in Brasilia veröffentlicht wurde.
Laut den in Brasilien zusammengekommenen Außen-, Wirtschafts- und Finanzministern sowie den Präsidenten der Zentralbanken der Mercosur-Staaten könnte die Schaffung von Instrumenten, die es ermöglichen, "der Krise entsprechende, konkrete und unverzügliche Antworten" zu geben, eine Reaktion auf die internationale Finanzkrise seitens der Weltgemeinschaft sein.
"Es besteht das allgemeine Verständnis der Notwendigkeit, die makroökonomische Tätigkeit zu koordinieren. Das System des internationalen Finanzsystems muss reformiert werden", sagte der brasilianische Außenminister Celso Amorim zum Abschluss des Treffens vor der Presse. Ihm zufolge halten die Mercosur-Länder die Verstärkung der regionalen Integration für eines der wichtigsten Mittel im Kampf gegen die Krise.
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Der Gemeinsame Markt des Südens (Mercosur) ist die größte Vereinigung in Südamerika, hat eine Gesamtbevölkerungszahl von 250 Millionen Menschen und stellt rund 75 Prozent des gesamten BIP des lateinamerikanischen Kontinents. Mitgliedsländer von Mercosur sind Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay. Venezuela befindet sich im Beitrittsprozess zu dieser Organisation. Assoziierte Mitglieder sind Bolivien und Chile.
Die Originalmeldung der Nachrichtenagentur Ria Nowosti finden Sie hier.
