9. Apr 2009 | China | Venezuela

Venezuela und China bekräftigen Kooperation

Hugo Chávez zu sechstem Besuch in Peking. Übereinstimmung politischer und wirtschaftlicher Interessen. Erdölexporte sollen erhöht werden

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Peking. China könnte der internationalen Staatengemeinschaft einen Weg aus der Krise ebnen. Diese Hoffnung äußerte Venezuelas Staatspräsident Hugo Chávez laut einem Bericht der Tageszeitung "China Daily während eines Staatsbesuches in Peking am gestrigen Mittwoch. Bei einem Treffen mit seinem chinesischen Amtskollegen Hu Jintao bezeichnete Chávez die chinesische Wirtschaft als den "größten Motor" der Welt. "Das globale Zentrum hat sich nach Peking verlagert", so Chávez weiter.

Der südamerikanische Politiker hält sich derzeit zu seiner bereits sechsten Visite in China auf, seit er Anfang 1999 das Präsidentenamt übernommen hat. Unmittelbar nach seiner Ankunft am Dienstag hatte er die chinesische Staatsführung bereits gebeten, die Erdölimporte aus seinem Land von derzeit 380.000 Barrel (ein Barrel entspricht 159 Litern) auf eine Million Barrel im Jahr 2013 zu erhöhen.

Zugleich zeigte er sich zuversichtlich, dass beide Staaten eine "neue Welt, eine ausgewogene und multipolare Weltordnung" schaffen können. Hu bestätigte das Interesse: China wollte seine Kontakte mit Venezuela weiter ausbauen, sagte der chinesische Präsident.

Im vergangenen Jahr hat Peking 1,46 Millionen Barrel Erdöl importieren müssen, um die wachsende Industrie am Laufen zu halten. Die Erdölexporte aus Venezuela nach China haben sich bisher langsam entwickelt, weil der weite Transportweg die Kosten in die Höhe treibt. Nach Informationen der "China Daily" sind zusätzliche Kosten bei der industriellen Verarbeitung des Öls entstanden.

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Dennoch hat das bilaterale Handelsvolumen seit dem vergangenen Jahr die Zehn-Milliarden-Dollar-Marke durchbrochen. Im vergangenen Jahre hatte Venezuela mit Hilfe der chinesischen Weltraumindustrie zudem seinen ersten Nachrichtensatelliten ins All geschossen.


Bildquelle: Wu Zhiyi/ China Daily

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