25. Jun 2009 | ALBA-Länder | Politik

Erweiterung des Alba-Bündnisses

Der 6. außerordentliche Gipfel der Alba-Staaten traf auf dem Schlachtfeld von Carabobo zusammen

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Carabobo. Auf dem Treffen der Bolivarianischen Alternative für Amerika (Alba) schlossen sich gestern drei weitere Staaten dem Bündnis an. Die Mitglieder beschlossen eine Namensänderung und eine Veränderung ihrer Arbeitsstruktur. Neben dem Andenland Ecuador, dessen Beitritt lange erwartet wurde, traten die Karibik-Staaten San Vicente/Grenadinen und Antigua/Barbuda dem Bündnis bei. Damit umfasst der multilaterale Zusammenschluss nun insgesamt neun Staaten der Regionen Süd- und Mittelamerika sowie der Karibik. Als letzte Staaten waren Nicaragua und Honduras dem von Cuba und Venezuela gegründeten Bündnis beigetreten. Paraguay und Grenada nutzen einen Beobachterstatus, um an dem Treffen teilzunehmen. Auf der Inselgruppe Grenada hatten die USA im Jahr 1983 die fortschrittliche Regierung Maurice Bishop mit einer direkten Militärintervention gestürzt.

Der 6. außerordentliche Gipfel der Alba-Staaten traf genau mit den Gedenkfeiern der Schlacht von Carabobo zusammen. Am 24. Juni 1821 erlangte Venezuela bei dieser Schlacht westlich der Hauptstadt Caracas seine Unabhängigkeit von Spanien. Die venezolanische Regierung hatte nicht nur die Teilnehmer des Gipfels zu den Gedenkfeierlichkeiten eingeladen. An der Militärparade nahmen gestern auch Soldaten aus den Alba-Staaten Cuba, Honduras, Nicaragua und Bolivien teil. Nach der Unterzeichnung der Urkunde erklärte Rafael Correa seine Entscheidung dem Bündnis beizutreten. "Alba ist ein politisches Projekt der Solidarität, gerechter und sozialistisch, unabhängig und souverän, ein Angebot die Armut zu überwinden."

Die augenfälligste Entscheidung dieses Treffens ist eine Namensänderung des Bündnisses. Das Wort "Alternative" wird zukünftig durch den Begriff "Allianz" ersetzt, so dass der vollständige Titel nun lautet: Alianza Bolivariana para los Pueblos de Nuestra América - Tratado de Comercio de los Pueblos (ALBA - TCP). Gemeinsam mit den neuen Mitgliedern beschloss der Gipfel, mehrere ständige Ausschüsse zu gründen. Vorgeschlagene Themen waren Politik, Wirtschaft und Kultur. Die Arbeitsgruppen sollen aus dem bisherigen Leitungsgremium, dem Ministerrat, gebildet werden, dem die Außenminister der beteiligten Staaten angehören. Das nächste Treffen des Ministerrates soll im Juli in Ecuador, der nächste Gipfel der Allianz im September in Bolivien stattfinden.

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