8. Mär 2009 | Panama

Panama will Petrocaribe beitreten

Venezuela und Panama wollen Zusammenarbeit ausbauen

DruckversionEinem Freund senden

Caracas. Panama hat die Aufnahme in das Petrocaribe-Bündnis beantragt. Präsident Martin Torrijos äußerte den Beitrittswunsch am Dienstag (Ortszeit) bei einem Treffen mit Venezuelas Präsident Hugo Chávez in der venezolanischen Hauptstadt Caracas. Die wirtschaftlichen Beziehungen beider Länder sollen auch generell ausgebaut werden, so das Fazit des Treffens.

Unter anderem wurde der Ausbau der Flugverbindungen zwischen Venezuela und Panama vereinbart. In einer gemeinsamen Erklärung der Präsidenten werden zudem internationale Angelegenheiten angesprochen. Es wird betont, dass "ein demokratischeres internationales System" dringend vorangebracht werden müsse.

Panamas Außenminister Samuel Lewis Navarro verspricht sich durch die engere Zusammenarbeit Vorteile für die heimischen Produzenten: "Das Abkommen wird uns die Möglichkeit eröffnen, Ölprodukte mit attraktiver Finanzierung zu erhalten und öffnet die Tür zum Ausbau des Handels mit Venezuela". Im Gespräch sei bereits die Lieferung von Agrarprodukten aus Panama nach Venezuela und umgekehrt die Lieferung von Dünger. Panamas Handelsminister Gisela Alvarez blieb am Dienstag in Caracas um die Projekte festzumachen, sagte der Außenminister.

Das Beitrittgesuch des zentralamerikanischen Staates werde auf dem nächsten Petrocaribe Gipfel besprochen, der in der kommenden Woche in Caracas stattfinden solle, so Navarro laut dem Internetportal Venezuelanalysis.com. Die regionale Energieinitiative ausgehend von Venezuela hat bisher 18 Mitgliedsstaaten, zuletzt war Guatemala dem Bündnis beigetreten. Im vergangenen Jahr hat zudem Costa Rica die Aufnahme beantragt, nun folgt Panama.

Damit setzt sich die Erfolgsgeschichte des Projektes fort, dass der venezolanische Präsident Hugo Chávez erst 2005 ins Leben gerufen hatte, um die Entwicklung und Zusammenarbeit der Karibikstaaten zu fördern. Venezuela bietet den Mitgliedsstaaten sein Öl zu Vorzugskonditionen an. In den ersten drei Jahren seien über Petrocaribe 59 Millionen Barrel (159 Liter) Öl und Derivate von Venezuela an die Mitgliedsstaaten geliefert worden. Dabei hätten die Empfänger nach Angaben der venezolanischen Regierung insgesamt fast eine Milliarde US-Dollar gespart.

Seit Ende des letzten Jahres können die Partnerländer die Öl-Lieferungen auch mit Waren oder Dienstleistungen begleichen. Auf dem letzten Petrocaribe-Gipfel im Juli 2008 forderte Venzuelas Präsident Chávez, Petrocaribe "zu einem Schutzschild gegen den Hunger auszubauen" und zur Förderung der Nahrungsmittelproduktion in der Region zu nutzen.


Quellen:

Bildquelle: Prensa Presidencial Venezuela

Sie wollen auf dem Laufenden bleiben? Abonnieren Sie unseren täglichen oder wöchtenlichen E-Mail-Newsletter » jetzt eintragen

Ähnliche Inhalte: PetroCaribe

7. Dez 2011 | Karibik | Venezuela | Soziales | Wirtschaft

Bündnis Petrocaribe soll eigene Entwicklungsbank bekommen

Ministertreffen der Petrocaribe

Caracas. Venezuelas Präsident Hugo Chávez hat in Caracas die Gründung einer Entwicklungsbank des energiepolitischen Bündnisses Petrocaribe angekündigt. Es gehe darum, eine Allianz zwischen Ländern zu festigen, die sich gegenseitig in der wirtschaftlichen Entwicklung ergänzen, sagte Chávez. … weiter >

14. Nov 2011 | Deutschland | Nicaragua | Politik

Wann Geld die Welt regieren darf

... und wann nicht: Anmerkungen zur Berichterstattung zu den Wahlen in Nicaragua

Die Wiederwahl des nicaraguanischen Präsidenten Daniel Ortega hat seine Gegner offensichtlich hilflos gemacht. Unabhängig von der Glaubwürdigkeit des ehemaligen Revolutionärs als Linkspolitiker ist seine führende innenpolitische Rolle unbestritten. In internen Debatten zweifelten in Vorfeld des Urnengangs daher nicht einmal Vertreter des Europäischen Auswärtigen Dienstes an einem sauberen Ablauf der Wahlen. … weiter >

Venezuela liefert mehr Erdöl an Dominikanische Republik

Nicolás Maduro und Leonel Fernández in New York

Caracas/Santo Domingo. Venezuela wird die täglichen Lieferungen von Erdöl im Rahmen des energiepolitischen Regionalbündnisses Petrosur von derzeit 30.000 Barrel auf 50.000 Barrel erhöhen. Das gab das Präsidialamt in der dominikanischen Hauptstadt Santo Domingo bekannt. … weiter >