16. Feb 2010 | Deutschland | Kuba | Kultur | Politik

Gregor Gysi in Kuba

Vorsitzender der Linksfraktion beginnt Lateinamerika-Reise in Havanna. Gespräche mit deutschen Vertretern bei Buchmesse

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Havanna. Der Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, Gregor Gysi, hat seinen Aufenthalt in Kuba beendet, um in das mittelamerikanische Nicaragua weiterzureisen. Während seines dreitägigen Aufenthalts in dem sozialistischen Inselstaat trafen der 62-jährige Politiker und sein Mitarbeiter Dieter Liehmann mit mehreren Vertretern der sozialistischen Regierung zusammen. Es ginge bei der Reise darum, der Bedeutung der politischen Entwicklung in Lateinamerika gerecht zu werden, hieß es aus Fraktionskreisen. Das politische Geschehen südlich der USA werde "unterschätzt", wurde Gysi in der deutschen Presse vor Abreise zitiert.

Der dreitägige Aufenthalt in Kuba bildete den Auftakt einer gut zweiwöchigen Reise des Linksfraktionsvorsitzenden. Die Route führt ihn weiter nach Nicaragua, El Salvador, Brasilien, Bolivien, Ecuador und Kolumbien. Am Ende der Tour ist ein Treffen mit dem venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez geplant. Eine Unterredung mit dem letzten demokratisch gewählten Präsidenten von Honduras, Manuel Zelaya, kam nicht zustande. Der durch einen Militärputsch Mitte 2009 gestürzte Staatschef war Ende Januar in die Dominikanische Republik exiliert. Im Gespräch mit amerika21.de in Havanna äußerte Gysi sein Interesse an einem Austausch mit dem liberalen Politiker.

Während seines Aufenthalts in Havanna besuchte Gregor Gysi auch die 19. Internationale Buchmesse. Neben dem Stand der Frankfurter Buchmesse als offizielle Vertretung der Bundesregierung besuchte er am Samstag die Ausstellung des "Berliner Büros Buchmesse Havanna". Bei einem gesonderten Treffen tauschten sich Vertreter der Solidaritätsorganisation Cuba Sí mit dem Politiker über das agrarwirtschaftliche Engagement dieser Arbeitsgemeinschaft der Linkspartei aus. Nach Auskunft von Cuba-Sí-Delegationsleiter Konstantin Seeger wurden in Zusammenarbeit mit der kubanischen Vereinigung für Tierproduktion (ACPA) bislang sieben landwirtschaftliche Projekte abgeschlossen, vier weitere laufen derzeit noch. "Unser Engagement besteht auch darin, vor Ort effektiv zu helfen", so Seeger gegenüber amerika21.de: "Das ist Teil unserer politischen Solidarität".

Amerika21.de berichtet in lockerer Folge von der Buchmesse in Havanna. Weitere Berichte und Informationen finden sich auf der Seite von Cuba Sí.


Bildquelle: Andreas Schmidt

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