26. Mär 2010 | Bolivien

Auf nach Cochabamba!

Im April findet in Bolivien der Gipfel der Völker zum Klimawandel statt. Skepsis in Europa

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La Paz. Angesichts des Scheiterns des Klimagipfels von Kopenhagen hat Boliviens Präsident Evo Morales zu einem Gipfel der Völker vom 20. bis zum 22. April im bolivianischen Cochabamba aufgerufen. In dieser Woche hat die Versammlung der indigenen Völker bei der Organisation der Vereinten Nationen (UNO) sich dem Aufruf angeschlossen. Erwartet werden bis zu 10.000 Teilnehmer von allen Kontinenten.

Schon jetzt diskutieren 2000 Menschen im Internetforum des Gipfels über die vorgeschlagenen Themen. Die Unterstützung des Gipfels kommt vor allem aus Lateinamerika, aber auch von vielen Gruppen aus Afrika und Asien. Zurückhaltung scheint es bei den europäischen Organisationen zu geben. Einige Attac Gruppen (Spanien, AG Lateinamerika von Attac in Deutschland) und die Heinrich Böll Stiftung unterstützen den Aufruf jedoch bereits. Das Klimabündnis hat den Aufruf auf seiner Homepage veröffentlicht, während bei einem Treffen von Klimaaktivisten die Meinungen auseinander gingen, ob es sinnvoll sei, an dem Gipfel teilzunehmen. Einige befürchten die Vereinnahmung von Regierungsseite.

In Ecuador und Bolivien fanden unterdessen Vorbereitungstreffen statt, an dem VertreterInnen verschiedener sozialer Bewegungen sowie der Regierung teilnahmen. Die Vorbereitungen dienen dazu, auf dem Gipfel konkrete Vorschläge einzubringen. Aus Ecuador werden zwölf MinisterInnen an dem Gipfel teilnehmen. Damit zeigen sie, wie auch die Regierung von Venezuela, dass dem Gipfel eine große Bedeutung beigemessen wird.

Da die Konflikte in der Klimafrage vor allem zwischen den Ländern des so genannten Südens und Nordens bestehen, denn die Industrialisierten Länder produzieren vor allem den Klimawandel, während die armen Länder darunter leiden, ist die Entwicklung von Alternativen unter der Beteiligung von VertreterInnen aus dem Norden besonders wichtig. Zu erwarten ist, dass von den Industrieländern eine radikale Veränderung von Produktion und Komsum gefordert wird.

InteressentInnen können sich weiterhin anmelden und mitdiskutieren: http://cmpcc.org/


Bildquelle: cmpcc.org

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