20. Mär 2010 | Venezuela | Militär

Diskussion um Bolivarische Milizen

Teil der Streitkräfte oder selbstständige Verbände?

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Caracas. In Venezuela weitet sich die Bewegung der Bolivarischen Milizen aus. Nachdem sich bereits seit Dezember 2009 innerhalb der Bewegung der landlosen Bauern Milizen bildeten, entstanden in den vergangenen Wochen auch neue Verbände in Betrieben, etwa im Aluminium-Werk Alcasa und an Hochschulen. Anstoß für die Gründung der Milizen durch die Bauernbewegung waren die häufigen Morde an Bauernaktivisten in den ländlichen Regionen des Landes, in denen nach wie vor Großgrundbesitzer das Sagen haben. In einem Diskussionsbeitrag, den amerika21.de hier auf Deutsch dokumentiert begründet die Nationale Bauernfront Ezequiel Zamora (FNCEZ), warum sie den Aufbau der Milizen unterstützt.

Im Oktober 2009 verabschiedete das venezolanische Parlament ein neues Gesetz über die Streitkräfte und fügte einen Passus ein, nach dem sich selbstständige militärische Einheiten auf regionaler Grundlage bilden können, oder als Teil von Betrieben, öffentlichen Institutionen und Universitäten. Diese Milizen sind organisatorisch Teil der Reserve der Streitkräfte. Für ihre Ausbildung und Unterhaltung sind im Jahr 2010 etwa 4 Millionen US Dollar vorgesehen. Venezuela setzt bereits seit dem Jahr 2005 auf ein breit angelegtes Verteidigungskonzept. Damals wurde die Reserve der Streitkräfte aufgewertet und für Zivilisten geöffnet. So konnten auch Personen, die keinen Militärdienst gleistet hatten, nachträglich eine Grundausbildung erhalten und wurden regional in Reserve-Einheiten eingegliedert.

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