7. Mär 2010 | Honduras

Zelaya mit an Spitze von Petrocaribe

Gestürzter Präsident leitet fortan Politkommission der Regionalallianz. Kampagne für Rückkehr zur Demokratie in Honduras

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Caracas. Der durch einen Staatsstreich gestürzte honduranische Präsident Manuel Zelaya ist am Samstag zum Chefkoordinator des kürzlich geschaffenen politischen Rates des energiepolitischen Zusammenschlusses Petrocaribe ernannt worden. Wie der venezolanische Außenminister Nicolás Maduro informierte, wurde die Entscheidung gestern während eines Treffens zwischen Zelaya und dem venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez getroffen. Der Zweck des neuen Gremiums liege in der Stärkung und verbesserten Entwicklung der lateinamerikanischen Demokratien.

Die Ankündigung erfolgte während einer Zusammenkunft des außerordentlichen Kongresses der Vereinigten Sozialistischen Partei Venezuelas (PSUV), an dem Zelaya im Rahmen eines Besuchsprogramms in dem südamerikanischen Land teilnahm.

Bei seinem Eintreffen auf der Parteiversammlung, die vom venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez geleitet wurde, erklärte Zelaya seine Anwesenheit gegenüber Prensa Latina als Teil der Bemühungen um die Integration Lateinamerikas. "Nur vereint können die Völker den Sieg erringen, deswegen geht der Kampf weiter", so Zelaya.

Verschiedene Delegierte des Kongresses, bei dem strategische Dokumente der PSUV zur Debatte standen, erklärten ihre Unterstützung für Zelaya und für Honduras im Bestreben zur Wiederherstellung der Demokratie. Man stehe einer imperialistischen Gegenoffensive gegen den regionalen Einigungsprozess gegenüber, hieß es.

Zelaya, der auf der Versammlung in Begleitung von Außenminister Maduro erschien, erhielt ausdrücklich Rückendeckung von der Präsidentin der Nationalversammlung und Vizepräsidentin der PSUV, Cilia Flores.

Auch Chávez hatte am Vortag während eines Treffens zwischen beiden Politikern im Palacio de Miraflores (Präsidentenpalast) seine Unterstützung bei Zelayas Kampf zur Wiederherstellung der Demokratie in Honduras versichert. Die Reise Zelayas nach Venezuela ist Teil einer Tour durch verschiedene Länder Lateinamerikas.


Den Originalbeitrag der Prensa Latina finden Sie hier.

Bildquelle: commons.wikimedia.org

Übersetzung: Klaus E. Lehmann

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