Nürnberg: Veranstaltung mit Heidrun Zinecker im Rahmen der "Lateinamerika Woche 2012"
Fast zwei Jahrzehnte nach dem Ende des Zentralamerikakonflikts stehen drei Länder der Region – El Salvador, Honduras und Guatemala – an der Spitze der lateinamerikanischen und weltweiten Gewaltstatistik. In El Salvador und Guatemala ist die Homizidrate, die sich inzwischen vornehmlich aus Gewaltkriminalität ableitet, heute sogar höher als im Bürgerkrieg. Gleichzeitig können mit Costa Rica und Nicaragua zwei Länder der Region auf eine erstaunlich niedrige Homizidrate verweisen. Im Vortrag geht es darum, welche Formen diese Gewalt annimmt, welche Ursachen es für die hohen und niedrigen Gewaltintensitäten in der Region gibt und was hinsichtlich der Einhegungsmöglichkeit von Gewalt von den gewaltarmen Ländern Costa Rica und Nicaragua gelernt werden kann.
Referent: Heidrun Zinecker, Inhaberin des Lehrstuhls Internationale Beziehungen am Institut für Politikwissenschaft der Universität Leipzig.
