Brasilien: Zwei Aktivisten der Landlosenbewegung ermordet

regina_dos_santos_1_0.jpg

Regina dos Santos Pinho
Regina dos Santos Pinho

Rio de Janeiro. Die Kleinbäuerin und Aktivistin der Bewegung der Landlosen in Brasilien, Movimento Sem Terra (MST), Regina dos Santos Pinho ist vergangenen Mittwoch in der Siedlung Zumbi dos Palmares im Bundesstaat Río de Janeiro tot aufgefunden worden. Sie wurde offenbar erstickt.

Eine Sprecherin der MST, Marina dos Santos, bezeichnete das Verbrechen als "barbarisch" und verlangte die vollständige Aufklärung der Hintergründe. Bei den Untersuchungen dürfe nichts beiseite gelassen werden. Das staatliche Institut für Agrarreform (Incra) entsandte Vertreter seiner Rechtsabteilung, um die Ermittlungen zu begleiten.

Der Mord an der 56-jährigen geschah nur elf Tage nachdem der Landarbeiter Cícero Guedes, ebenfalls Mitglied der Landlosenbewegung, erschossen worden war. Die MST hatte dazu in einem Kommuniqué erklärt, sein Tod sei "Die Folge der Gewalt des Großgrundbesitzes, der Straflosigkeit für die Morde an Landlosen und der Langsamkeit des Incra bei der Ansiedlung der Familien und der Ingangsetzung der Landreform". Nach den beiden Todesfällen herrsche in der Region ein Klima der Angst, heißt es in einem Beitrag auf der Internetseite der MST.

Die jetzt ermordeten Aktivisten lebten beide in der Siedlung Zumbi dos Palmares. Sie besaßen Eigentumstitel für ihr Land und hatten sich an Aktionen für die Landreform beteiligt. Der 48-jährige Guedes war einer der Hauptfunktionäre der MST in dem Bundesstaat.

Unterstützen Sie amerika21 mit einer Spende via Flattr