Malwinen: Fast 100 Prozent stimmen für Verbleib bei Großbritannien

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Regierungsgebäude auf den Malwinen/Falklandinseln
Regierungsgebäude auf den Malwinen/Falklandinseln

Stanley. Ein von Großbritannien angeregtes Referendum auf den Malwinen (Falklandinseln) im Südatlantik ist wie zu erwarten mit einem überwältigenden Votum für den Verbleib bei Großbritannien und gegen einen Anschluss an Argentinien ausgegangen. 98,8 Prozent hätten für den Verbleib bei Großbritannien gestimmt, sagten Vertreter der Inselverwaltung in der Nacht zu Dienstag in der Hauptstadt Stanley. Die Wahlbeteiligung lag bei rund 92 Prozent und 1.672 Bewohner waren stimmberechtigt. Es habe nur drei Nein-Stimmen gegeben.

Nachrichtenagenturen wiesen auf die pro-britische Stimmung hin: Die rund 3.000 Bewohner hätten schließlich ihre eigene Regierung und ihren eigenen Haushalt. Zugleich könnten sie die Vorzüge eines britischen Passes genießen. Und die Nuklearmacht Großbritannien übernehme Verteidigung und Außenpolitik. Für Großbritannien ist der Verbleib auf der Insel vor Argentinien strategisch und wirtschaftlich bedeutend: Die britische Armee hat bis zu 1.500 Soldaten auf dem Archipel stationiert, zudem werden vor der Küste große Erdölvorkommen vermutet.

Argentinien erhebt seit 1822 Anspruch auf die Inselgruppe. Die Regierung in Buenos Aires steht damit in Widerspruch zu den pro-britischen Siedlern, die mitunter seit Generationen auf der Insel leben. Argentinien erkennt das Ergebnis nicht an und hat weitere diplomatische Schritte angekündigt.

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