Internationale feministische Konferenz in São Paulo

encontroimmm.jpg

Plakat zum internationalen Frauentreffen:""Feminismus in Bewegung, um die Welt zu verändern" "
Plakat zum internationalen Frauentreffen:""Feminismus in Bewegung, um die Welt zu verändern" "

São Paulo. Zum ersten Mal wird in diesem Jahr ein Internationales Treffen des Weltmarsches der Frauen in Brasilien stattfinden. Unter dem Motto "Feminismus in Bewegung, um die Welt zu verändern"  werden vom 25. -31. August in der Metropole São Paulo 1.600 TeilnehmerInnen aus fünf Kontinenten und aus 18 der 26 Bundesstaaten Brasiliens erwartet.

Der Weltmarsch der Frauen ist ein globaler Zusammenschluss feministischer Gruppen und Organisationen. Das Bündnis wurde im Jahr 2000 im Zuge einer weltweiten Kampagne gegen weibliche Armut und sexualisierte Gewalt gegründet. Über 5000 Frauengruppen aus 159 Ländern beteiligten sich an den Aktionen und sammelten fünf Millionen Unterschriften für ein Dokument mit 17 Forderungen, welches den Vereinten Nationen in New York übergeben wurde.

Sie schätzen unsere Berichterstattung?

Dann spenden Sie für amerika21 und unterstützen unsere aktuellen, hintergründigen und professionellen Beiträge über das Geschehen in Lateinamerika und der Karibik.

Damit alle Inhalte von amerika21.de weiterhin für Alle kostenlos verfügbar sind.

Ihr amerika21-Team

Seitdem finden regelmäßig internationalen Begegnungen und Treffen unter dem Dach des Weltmarsches statt. Sie verstehen sich "als Teil des Widerstands gegen das kapitalistische, koloniale und patriarchale System und für die Entwicklung von Alternativen, begründet auf der Autonomie und Selbstbestimmung der Frauen und Völker". Die Bewegung verteidige "die Vision, dass Frauen aktive Subjekte im Kampf um die Veränderung ihrer Leben sind und dass dies mit der Notwendigkeit verbunden ist, das patriarchale, rassistische, homophobe und umweltfeindliche kapitalistische System zu überwinden".

Auf der einwöchigen Konferenz in São Paulo sollen in Vorträgen, Workshops und Debatten feministische Gesellschaftskritik diskutiert und "Alternativen zur kapitalistischen und sexistischen Gesellschaftsorganisation" erarbeitet werden. Expertinnen aus aller Welt sind angekündigt. Die Themen beziehen sich sowohl auf spezifisch lateinamerikanische wie auch auf internationale Fragen und Probleme. Am letzten Tag der Konferenz ist eine Vollversammlung zur Auswertung von Ergebnissen und zur Verabschiedung von Beschlüssen geplant. Neben den theoretischen Debatten stehen kulturelle Veranstaltungen, wie Konzerte und Fotoausstellungen, auf der Agenda des Treffens. Den Abschluß der Konferenz am 31. August bildet eine Demonstration, für die mit mehr als 10.000 Teilnehmerinnen gerechnet wird.

Unterstützen Sie amerika21 mit einer Spende via Flattr