Gipfel gegen Imperialismus und Kolonialismus

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Abschlusskundgebung in Cochabamba
Abschlusskundgebung in Cochabamba

Cochabamba. Zum Ende des internationalen "Gipfeltreffen der Völker gegen Imperialismus und Kolonialismus" im bolivianischen Cochabamba sind vergangene Woche sechs Strategien zur Bekämpfung von Fremdherschafft, Rassismus und Unterdrückung verabschiedet worden. Die teilnehmenden Delegationen aus 18 Nationen einigten sich am Freitag auf grundlegende Beschlüsse, die die Souveränität der Völker stärken und ihre Würde schützen sollen. Dazu sollen imperialistische und kriegerische Instrumente der Herrschaft abgeschafft werden und stattdessen die Menschenrechte und die Rechte der Natur im Vordergrund stehen.

Auf der Abschlusskundgebung vor rund 200.000 Menschen forderte Boliviens Präsident Evo Morales die lateinamerikanischen Staaten erneut dazu auf, geschlossen gegen Fremdherrschaft und Kapitalismus vorzugehen und politische Alternativen zu entwickeln. Dazu müssten sich die Gesellschaften nicht nur von Rassismus und kolonialistischen Strukturen sondern auch von Individualismus, Egoismus und Luxus befreien.

Das Gipfeltreffen in dem Andenstaat war von fünf bolivianischen Organisationen als Reaktion auf den Eklat um den Zwischenstopp des Präsidenten in Wien Anfang Juli initiiert worden. Morales' Flugzeug waren auf dem Weg von Moskau nach Bolivien die Überflugrechte über Frankreich, Portugal, Spanien und Italien verweigert worden, da der US-amerikanische Whistle-Blower Edward Snowden an Bord vermutet wurde. Morales musste daraufhin in Wien notlanden und 15 Stunden auf seine Weiterreise warten. Das Vorgehen der europäischen Staaten hatte weltweit für Empörung und Solidarität mit Bolivien gesorgt.

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