Venezuela: Inspektionen bei 3.250 Geschäften und Firmen

sundecop.jpg

Preiskontrollen in einem Supermarkt durch die Nationale Aufsichtsbehörde für Kosten und Preise, Sundecop
Preiskontrollen in einem Supermarkt durch die Nationale Aufsichtsbehörde für Kosten und Preise, Sundecop

Caracas. Der Leiter der "Obersten Behörde zur Volksverteidigung der Wirtschaft" in Venezuela, Hebert García Plaza, hat eine erste Bilanz der Arbeit dieser Institution vorgestellt. Nach seinen Angaben wurden seit September 3.250 Inspektionen und 850 Kontrollmaßnahmen in Geschäften oder Firmen durchgeführt. Insgesamt seien bei der Staatsanwaltschaft 161 Anzeigen wegen Vergehen wie Spekulation, Wucher und andere erstattet sowie 57 Personen wegen dieser Delikte verhaftet worden. Er forderte Händler und Unternehmer auf, nicht länger mit spekulativen Preisen gegen die Bevölkerung zu agieren und sich die Konsequenzen ihrs Handelns klar zu machen.

García Plaza betonte, dass die Inspektionen in den kommenden Monaten fortgesetzt werden. Die Bevölkerung bat er, weiterhin an der Offensive mitzuwirken und alle Unregelmäßigkeiten in Geschäften oder Firmen zu melden. Für Beschwerden gab er eine Telefonnummer seiner Behörde sowie mehrere Twitteraccounts, unter anderem der Verbraucherschutzbehörde (Indepabis) und der Nationalen Aufsichtsbehörde für Kosten und Preise (Sundecop) bekannt.

Präsident Nicolás Maduro hatte die Oberste Behörde zur Volksverteidigung der Wirtschaft als temporäre Präsidialkommission im September dieses Jahres geschaffen. Darin arbeiten die verschiedenen Ministerien sowie Vertreter der Bolivarischen Milizen und der Basisorganisation Frente Francisco de Miranda zusammen. Ihre Aufgabe ist die Ausarbeitung und Koordinierung der Regierungsmaßnahmen zur Sicherung von Produktion, Verteilung und Verkauf von Lebensmitteln sowie zur Lösung der bestehenden Probleme bei der Versorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs.

Unterstützen Sie amerika21 mit einer Spende via Flattr