Brasilien nach USA zweitgrößter Produzent von Gen-Lebensmitteln

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Plakat: "Gentechnisch verändertes Saatgut - Biologische Gefahr"
Plakat: "Gentechnisch verändertes Saatgut - Biologische Gefahr"

Laguna/Nairobi/Ithaca. Innerhalb von nur 19 Jahren hat sich die Anbaufläche für gentechnisch veränderte Lebensmittel von 1,7 Millionen Hektar im Jahre 1996 auf rund 178 Millionen Hektar im Jahre 2013 erhöht. Dies geht aus einem Bericht der internationalen Nichtregierungsorganisation ISAAA zur globalen Situation der kommerzialisierten Verwendung gentechnisch veränderten Saatguts im Jahre 2013 hervor.

Insgesamt haben der ISAAA zufolge 2013 etwa 18 Millionen Landwirte gentechnisch manipuliertes Saatgut (GM) verwendet. 90 Prozent davon seien Kleinbauern aus Asien, Afrika und Lateinamerika gewesen. Unter den insgesamt 27 Ländern, die GM verwenden, befänden sich acht Industrie- und 19 sogenannte Entwicklungsländer. Seit dem ersten Einsatz 1996 sei es das zweite Mal, dass diese die westlichen Industrienationen bei der Verwendung von Gen-Saatgut flächenmäßig übertreffen.

Brasilien ist das Land, das seit fünf Jahren bei der Ausweitung des Anbaus gentechnisch veränderter Lebensmittel kontinuierlich die Führung innehat. Allein im vergangenen Jahr wurde dort die entsprechende landwirtschaftliche Fläche um 3,7 Millionen auf 40,3 Millionen Hektar erweitert. Damit ist Brasilien nach den USA der zweitgrößte Produzent gentechnisch veränderter Lebensmittel. An dritter Stelle liegt Argentinien mit 24,4 Millionen Hektar.

Die Kontrolle der Herstellung und des Verkaufs des Gen-Saatguts befindet sich immer noch in der Hand von sechs Konzernen: Dem Schweizer Unternehmen Syngenta, den deutschen Unternehmen Bayer und BASF, den US-Unternehmen DuPon, Dow und Monsanto, das für seine besonders aggressive Vorgehensweise bekannt und in zahlreiche Umweltskandale verwickelt ist.

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