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04.09.2014 USA / Venezuela / Medien / Politik

Aufregung um "Chemiewaffeneinsatz" in Venezuela, Entschuldigung aus USA

Die Serie "Legends" sorgte für Proteste in Venezuela

Die Serie "Legends" sorgte für Proteste in Venezuela

Quelle: imdb.com

Caracas/ Los Angeles. Die Produktionsfirma der US-amerikanischen Agentenserie "Legends", Fox 21, hat sich "aufrichtig" bei dem venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro für seine Darstellung in der Sendung entschuldigt. In der dritten Folge der Sendereihe unterstellte Fox 21 dem venezolanischen Staatschef einen Chemiewaffenangriff auf die eigene Bevölkerung. Die Produzenten versicherten nun nachträglich, dass es sich bei dem Stoff um reine Fiktion handelt, berichten heute lateinamerikanische Medien wie der multistaatliche Kanal Telesur.

Der Entschuldigung war eine Beschwerde der venezolanischen Regierung vorausgegangen. Später gab die Kommunikationsministerin des südamerikanischen Landes, Delcy Rodríguez, über den Kurznachrichtendienst Twitter bekannt, dass sich die US-Produktionsfirma bei Venezuela entschuldigt hat.

In der dritten Folge der Serie bezichtigt ein aufgegriffener Terrorist den  Präsidenten Venezuelas, Nicolás Maduro, eine chemische Waffe besorgt zu haben, um sie gegen die eigene Zivilbevölkerung einzusetzen. In der Szene wird der Terrorist von Beamten der US-Bundespolizei FBI verhört. Sie  befragen ihn zu einem chemischen Kampfstoff mit dem Namen XV. "Für wen solltest Du das besorgen?" Der Verhörte antwortet: "Es gibt einen Hintermann." Nach dessen Identität befragt, sagt er: "Maduro, Vereinte Sozialistische Partei Venezuelas. Sie sind wegen der Unruhen von Zivilisten in Venezuela beunruhigt."

In der Replik der Produktionsfirma Fox 21, die der Mediengruppe 21st Century Fox angehört, heißt es nun: "Legends ist offensichtlich eine fiktionale Serie. Die Produzenten wollten mit der Szene, in der der Name von Präsident Maduro genannt wird, nie auf reale Geschehnisse verweisen. Wir richten unsere aufrichtige Entschuldigung an Präsident Maduro."

Schon im Jahr 2006 war es in Venezuela zu Protesten gekommen, nachdem ein US-Computerspiel eine Invasion in Venezuela inszenierte. In "Mercenaries 2: World in Flames" fallen US-Truppen in das südamerikanische Land ein, um die Regierung zu stürzen.

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25.12.2007 Nachricht von Ingo Niebel