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28.09.2014 Uruguay / Politik

Frente Amplio in Uruguay liegt in Umfragen vorn

Ergebnisse der Umfrage, die vom 12. bis 22. September durchgeführt wurde

Ergebnisse der Umfrage, die vom 12. bis 22. September durchgeführt wurde

Quelle: cifra.com.uy

Montevideo. Eine neue Umfrage des Marktforschungs- und Consultingunternehmens Cifra hat ergeben, dass 43 Prozent der Uruguayer beabsichtigen, das regierende Mitte-Links-Bündnis Frente Amplio zu wählen. Die Umfrage wurde vom 12. bis 22. September durchgeführt und die Ergebnisse am vergangenen Mittwoch veröffentlicht.

Die Nationale Partei kommt auf 33, die Colorado-Partei auf 15, die Unabhängige Partei auf drei und die Unidad Popular auf ein Prozent. Fünf Prozent der Wähler sind noch unentschieden oder wollen einen leeren Wahlschein abgeben respektive eine der anderen Parteien wählen, die zusammen auf 0,5 Prozent kommen und daher in der Grafik nicht angezeigt werden.

Die Entwicklung der Wahlabsichten der vergangenen Monate zeigt, dass die Frente Amplio sich vom Rückgang im August erholt hat und jetzt auf dem gleichen Niveau wie im Juli und kurz vor den internen Vorwahlen im Mai ist.

Laut Cifra kann die Nationale Partei eine stetige Zunahme an Wählerstimmen verzeichnen: Im März und April waren es 30, im Mai und August 32 und jetzt 33 Prozent. Das sind fünf Prozentpunkte mehr als im Februar.

Entwicklung der Wahlabsichten seit Februar

Quelle: cifra.com.uy

Die Colorado-Partei begann das Jahr mit 15 Prozent, erreichte bis zu den Vorwahlen 18 und liegt jetzt wieder bei 15 Prozent.

Nach Einschätzung von Cifra sind die in dieser Umfrage beobachteten Veränderungen gering, aber sie zeigen eine Erholung der FA und eine Festigung der Position der Nationalen Partei. Laut dem Chef des Unternehmens, dem Politologen Luis Eduardo González, bedeuten die aktuellen Umfrageergebnisse, dass, "wenn heute die Wahlen abgehalten würden, niemand eine parlamentarische Mehrheit hätte". Eine Stichwahl wäre demnach notwendig, und "niemand weiß, wer gewinnt".

Die Wahlen, bei denen der Präsident, der Vizepräsident sowie 30 Senatoren und 99 Abgeordnete für das Repräsentantenhaus bestimmt werden, finden am kommenden 26. Oktober statt.

Präsidentschaftskandidat der Frente Amplio ist Tabaré Vázquez, der das Amt bereits von 2005 bis 2010 inne hatte. Stärkster Konkurrent ist Luis Lacalle Pou von der Nationalen Partei. Für die Colorado-Partei tritt Pedro Bordaberry an. Falls keiner von ihnen mehr als 50 Prozent der abgegebenen Stimmen erreicht, wird in einem zweiten Wahlgang am 30. November unter den zwei stärksten Kandidaten der Sieger bestimmt. In Uruguay besteht Wahlpflicht.

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