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25.02.2015 Venezuela / Politik

Venezuela kritisiert vor Sicherheitsrat Politik der Interventionen

Venezuelas Außenministerin Delcy Rodríguez vor dem UN-Sicherheitsrat

Venezuelas Außenministerin Delcy Rodríguez vor dem UN-Sicherheitsrat

Lizenz: UN Photo/Devra Berkowitz

New York. Venezuelas Außenministerin Delcy Rodríguez hat eine Debatte im UN-Sicherheitsrat genutzt, um die Politik westlicher Staaten zu kritisieren und die Linie ihrer Regierung zu verteidigen. Bei der Diskussion über die internationale Friedensordnung sagte die Politikerin der in Venezuela regierenden sozialistischen Partei am Montag, die größte Herausforderung für den Weltfrieden sei die Abwehr der Politik militärischer Interventionen.

Die aktuelle globale Lage bedrohe das Ziel einer Welt in Frieden und Sicherheit, fügte die venezolanische Chefdiplomatin an. Rodríguez erinnerte daran, dass am 25. Jahrestag des UN-Sicherheitsrats das Prinzip der Nichtintervention bekräftigt worden sei. Damals sei zudem eine Erklärung verabschiedet worden, in der eine Garantie der Sicherheit für die Bevölkerung in den Mitgliedsstaaten als Grundlage für die globale Stabilität bezeichnet wurde.

Diese Zielsetzung stehe jedoch in einem krassen Widerspruch zur weltweiten Entwicklung. "Die internationale Gemeinschaft erlebt heute wirtschaftliche und finanzpolitische Feldzüge, die unsere Völker ins Visier nehmen", so Rodríguez. Der sogenannte Kampf gegen den Terrorismus schaffe indes immer neuen Terror.

Inmitten einer angespannten innenpolitischen Situation in Venezuela verteidigte die Außenministerin die Politik ihrer Regierung. Die Staatsführung von Präsident Nicolás Maduro werde weiter das Ziel verfolgen, soziale Gerechtigkeit, Frieden und die solidarische Kooperation zwischen den Staaten zu erreichen. Dabei beharre die venezolanische Staatsführung auf dem Prinzip der Selbstbestimmung der Völker.

"Venezuela ist Teil einer Zone frei von Gewalt, und wir verfügen über Integrationsmechanismen, die auf dem Selbstbestimmungsrecht der Völker beruhen", sagte Rodríguez nach Angaben des lateinamerikanischen Fernsehsenders Telesur. Die lateinamerikanische Region gebe heutzutage im globalen Vergleich am wenigsten für Rüstungsgüter aus und sei zudem frei von Atomwaffen.

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