Bolivien / Politik

Bolivien hat Gouverneure in Beni und Tarija gewählt

elecciones_bolivia_beni.jpg

In Beni waren knapp 227.000 Menschen, in Tarija rund 328.000 Menschen zur Wahl aufgerufen
In Beni waren knapp 227.000 Menschen, in Tarija rund 328.000 Menschen zur Wahl aufgerufen

La Paz. In den bolivianischen Verwaltungsbezirken Beni und Tarija sind die Stichwahlen für die Gouverneursämter in die zweite Runde gegangen. In Tarija gewann der Kandidat der rechtsextremen Unidad Departamental Autonomista (UDA), Adrian Oliva, mit 61,4 Prozent. In Beni fiel das Wahlergebnis mit 50,2 Prozent für den Kandidaten der regierenden Bewegung zum Sozialismus (MAS), Alex Ferrier, deutlich knapper aus. Die MAS stellt damit erstmals die Regierung in Beni.

Im Vorfeld der Wahlen hatte Boliviens Präsident Evo Morales von der MAS die Bewohner Benis und Tarijas zum Urnengang aufgerufen: "Die Teilnahme ist wichtig, damit das Volk selbst entscheidet, wer seine Werte und sein Programm repräsentiert, und um Autoritäten demokratisch bestimmen zu können." In Beni waren knapp 227.000 Menschen, in Tarija rund 328.000 Menschen zur Wahl aufgerufen.

Nach Angaben des Staatsministers Hugo Moldiz verliefen die Wahlen in beiden Verwaltungsbezirken ruhig. Jedoch seien insgesamt 50 Personen aufgrund von Verstößen gegen das Wahlrecht festgenommen worden. Worin genau die Verstöße bestanden, führte Moldiz nicht weiter aus.

In Beni versprach der zukünftige Gouverneur, Alex Ferrier, denselben Weg des Wandels, den die MAS im ganzen Land vorantreibt. Nach den Wahlen stellt die MAS nun in sechs von neun Departamentos die Regierung, neben Beni in Pando, Cochabamba, Chuquisaca, Oruro und Potosi.

Die Opposition ist in drei Landesteilen vertreten, neben Tarija in La Paz und Santa Cruz, den beiden bevölkerungsreichsten Regionen des Andenstaates.

Laut der kubanischen Nachrichtenagentur Prensa Latina steht der neu gewählte Gouverneur Tarijas, Adrian Oliva, in Verbindung mit den "reaktionärsten Politikern des Landes" sowie mit dem US-amerikanischen Auslandsgeheimdienst CIA. Dieser wies derartige Vorwürfe von sich und warf der Regierung von Evo Morales eine Schmutzkampagne gegen seine Person vor.

Oliva und Ferrier werden ihre Arbeit als Gouverneure am 1. Juni aufnehmen und das Amt für fünf Jahre inne haben.

Unterstützen Sie amerika21 mit einer Spende via Flattr