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Südamerika strebt energiepolitische Integration an

Über 150 Vertreter aus Energiewirtschaft, -wissenschaft und -politik aus 30 Staaten nahmen am ersten Südamerikanischen Energieforum teil

Über 150 Vertreter aus Energiewirtschaft, -wissenschaft und -politik aus 30 Staaten nahmen am ersten Südamerikanischen Energieforum teil

Quelle: unasursg.org

Quito. Über 150 Vertreter aus Energiewirtschaft, -wissenschaft und -politik aus 30 Staaten sind zum ersten Südamerikanischen Energieforum zusammengekommen. Die Konferenz wurde gemeinsam von der Union Südamerikanischer Nationen (Unasur), dem Weltenergierat und der Regierung Ecuadors ausgerichtet.

In Zentrum des Forums am Sitz der Unasur in der vergangenen Woche stand das "Energie-Trilemma": das Spannungsfeld zwischen Energiesicherheit, einem sozial gleichberechtigten Zugang zu Energieversorgung und der ökologischen Nachhaltigkeit. Die elektrische Energie wurde dabei als wichtigster Faktor für das wirtschaftliche Wachstum Südamerikas ausgemacht.

Das Gastgeberland Ecuador sprach sich dabei für stärkere Anreize für grenzüberschreitende Projekte und mehr Austausch im Bereich der erneuerbaren Energien aus. Eine stärkere energiepolitische Integration sei ein wichtiges Mittel im Kampf gegen den Klimawandel und für die Entwicklung der Region, sagte der ecuadorianische Energieminister Esteban Albornoz. Er lobte die Fortschritte beim System zur Vernetzung der Andengemeinschaft (SINEA), das bis 2020 fertiggestellt sein soll.

Eine ähnliche Vernetzung sei auch auf kontinentaler Ebene möglich, so der Generalsekretär der Unasur, Ernesto Samper. Ihm liegen Entwürfe für eine solche Energiekooperation vor, die einen Finanzierungsrahmen von 200.000 US-Dollar hätten.

Auch die globale Erwärmung spielte eine wichtige Rolle auf dem Forum: "Wir Nationen des Südens mögen finanzielle Schulden beim Norden haben, aber wir sind Gläubiger ökologischer Schulden, sowohl monetärer als auch biologischer Art", sagte Ecuadors Vizepräsident Jorge Glas. Im Hinblick auf die Weltklimakonferenz im Dezember in Paris suchen die südamerikanischen Staatenvertreter gemeinsame Verhandlungspositionen.

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