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25.12.2015 Kuba / USA / Politik

New York Times fordert Ende der US- Einwanderungspolitik gegenüber Kuba

Die New York Times spricht sich für neue Migrationspolitik gegenüber Kuba aus

Die New York Times spricht sich für veränderte Migrationspolitik gegenüber Kuba aus

Quelle: plenglish.com

New York. In den USA mehren sich die Stimmen für eine Aufhebung der US-Blockade gegen Kuba. Unter anderem hat sich die US-Tageszeitung New York Times (NYT) erneut für die Aufhebung des "Cuban Adjustment Act" von 1966 ausgesprochen.

Die Blockade-Politik führe zu gefährlicher, illegaler Immigration, die nur Schmugglern dienlich sei und eine strengere Ausreisepolitik seitens der kubanischen Regierung provoziere, argumentierte das Blatt. Die Regierung von Präsident Barack Obama sei angehalten, ihre Möglichkeiten zu nutzen, um diese Art der Immigration zu verhindern.

Die besondere Behandlung von kubanischen Einwanderern sei ein "Relikt aus dem Kalten Krieg" und verhindere die "Normalisierung" der Beziehungen zwischen Washington und Havanna. Zudem rufe diese zunehmend Probleme mit anderen Mittel- und Südamerikanischen Staaten hervor, die nicht mehr bereit seien, die "absurde Einwanderungspolitik" seitens der USA zu unterstützen.

Daher legt die NYT der Obama-Regierung nahe, eine neue Regelung zur legalen Migration zwischen beiden Ländern auszuhandeln und Kubaner ohne Einreisegenehmigung zurückzuschicken, wenn sie nicht glaubhaft machen können von Verfolgung bedroht zu sein. Im Gegenzug dazu solle die kubanische Regierung der Wiederaufnahme der abgewiesenen Kubaner zustimmen, deren Zahl die Zeitung auf derzeit 34.500 beziffert.

Wenige Tage zuvor hatten sich die Herausgeber des Traditionsblattes bereits für die Abschaffung des "Cuban Medical Professional Parole Programm" ausgesprochen, das kubanischen Ärzten im Ausland die Möglichkeit gibt, eine Aufenthaltsgenehmigung für die USA zu beantragen. Seit dem Start des Programms im Jahr 2006 sind über diesen Weg mehr als 7.000 kubanische Ärzte in die USA gelangt. Kritiker werfen den USA vor, damit die "medizinische Diplomatie" Kubas zu untergraben und das kubanische Gesundheitssystem nachhaltig zu schädigen. Angesichts der stockenden Migrationsverhandlungen, bei denen Kuba auf der Abschaffung der Sonderregelungen besteht, dürfen seit Anfang Dezember medizinische Spezialisten nur noch mit Genehmigung aus Kuba ausreisen.

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