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Bildungssystem in Bolivien hat sich stark verbessert

Schule in Bolivien

Schule in Bolivien

Quelle: jacf18
Lizenz: CC by-sa 2.0

La Paz. Das Bildungssystem in Bolivien hat sich in den letzten zehn Jahren stetig verbessert. Dies geht aus einem kürzlich veröffentlichten Bericht der Regierung hervor. Die positiven Veränderungen sind offenbar Ergebnis des 2006 initiierten Programms "Bolivia cambia, Evo cumple" (Bolivien verändert sich, Evo hält sein Wort), das wohlfahrtsstaatliche Leistungen in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Wohnungen, Verkehrsanbindung und Zugang zu fließendem Wasser fördert.

Bildungsminister Roberto Aguilar zufolge sind die staatlichen Ausgaben in die Bildung seit 2006 um 60 Prozent gestiegen. So konnte unter anderem der Bau von viertausend Schulen durch die Regierung von Präsident Evo Morales finanziert werden, weitere zweitausend wurden in Abkommen gemeinsam mit lokalen Gemeinden errichtet.

Daneben wurden auch im Kampf gegen den Analphabetismus in den letzten zehn Jahren große Erfolge erzielt. Bolivien konnte diesen Missstand überwinden und sich als Vorbild im Kampf gegen den Analphabetismus profilieren, sagte Aguilar. Die Analphabetenrate sank von 13,3 Prozent im Jahr 2006 auf derzeit 2,9 Prozent, was den niedrigsten Wert in der Geschichte des Andenstaates darstellt und auch im internationalen Vergleich sehr niedrig ist. Zum Vergleich: Deutschland hat einer Studie der Universität Hamburg zufolge eine Analphabetenrate von 4,5 Prozent im engeren Sinne, weitere 14,5 Prozent leiden an funktionalen Analphabetismus, sind also nicht in der Lage, kurze Texte zu lesen und korrekt zu erfassen.

Aguilar bedankte sich weiter bei der kubanischen und venezolanischen Regierung für die umfangreiche finanzielle und pädagogische Unterstützung, die einen großen Anteil an den Verbesserungen im Bildungswesen hätten. Seit Beginn der Alphabetisierungskampagne hätten über eine Million Menschen lesen und schreiben gelernt. Diese seien vorwiegend indigener Herkunft und aus dem ländlichen Raum, die absolute Mehrheit davon sind mit 70 Prozent Frauen.

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