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29.07.2017 Venezuela / Politik

Geheimgespräche zwischen Regierung und Opposition in Venezuela ohne Ergebnis

Henri Falcón: "Ja, es gibt Verhandlungen mit der Regierung ... Aber wir müssen offen, ohne Heuchelei sprechen"

Henri Falcón: "Ja, es gibt Verhandlungen mit der Regierung ... Aber wir müssen offen, ohne Heuchelei sprechen"

Quelle: twitter.com

Caracas. In den letzten Tagen und bis in den Freitag hinein sollen insgesamt drei geheim gehaltene Treffen zwischen Vertretern von Regierung und Opposition in Venezuela stattgefunden haben. Dies berichtete das Nachrichtenportal Panorama unter Berufung auf eine Quelle, die mit den Gesprächen "eng verbunden" gewesen sei und in der Vergangenheit bereits zutreffende Informationen geliefert habe.

Die Gespräche hätten indes ohne Übereinkunft geendet, so die Meldung. Für die Regierung soll Jorge Rodríguez, der Bürgermeister des Distrikts Libertador der venezolanischen Hauptstadt Caracas und enger Vertrauter von Präsident Nicolás Maduro teilgenommen haben, für das Oppositionsbündnis Tisch der demokratischen Einheit (MUD) erschienen demnach Vertreter der G4 genannten größten Parteien des MUD (Voluntad Popular, Primero Justicia, Acción Democrática, Un Nuevo Tiempo).

Der Quelle nach hätten "Maduros Leute eine Überprüfung der Grundlagen der verfassunggebenden Versammlung" angeboten und die Terminierung zur Diskussion gestellt. Der MUD habe sich aber nicht auf eine gemeinsame Haltung zu den Vorschlägen einigen können. Die Gespräche hätten im übrigen in Verbindung mit Initiativen des Weißen Hauses, vom Generalsekretär der Organisation amerikanischer Staaten (OAS), Luis Almagro und dem Vatikan gestanden, so die Quelle.

Der Gouverneur des Bundesstaates Lara, Henri Falcón, hat die Zusammenkünfte inzwischen bestätigt. Er reagierte über seinen Twitter-Account auf zunehmende Gerüchte im MUD und betonte dabei, dass seine Partei Avanzada Progresista (AP) nicht teilgenommen habe. Der Generalsekretär von AP, Luis Romero, äußerte sich ausführlicher und beklagte, dass die G4 andere Teile des MUD bei ihrem Vorgehen ausgeschlossen hätten. Ferner sprach er in Bezug auf geheime Gespräche von einer "nicht kohärenten Haltung" des Oppositionsbündnisses.

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