Bolivien / USA / Politik / Militär

Bolivien: Evo Morales kritisiert steigende Rüstungsausgaben der USA

evo_morales_usa_waffen_ruestung_aufruestung_antiimperialismus_donald_trump_hunger_armut.png

Präsident von Bolivien, Evo Morales, vor Militärs seines Landes
Präsident von Bolivien, Evo Morales, vor Militärs seines Landes

La Paz. Boliviens Präsident Evo Morales hat die geplanten Erhöhung des Militärbudgets der USA scharf kritisiert. Es sei verwerflich, wenn US-Präsident Donald Trump für Rüstung immer mehr Geld ausgebe, die weltweiten Forderungen nach mehr Ressourcen für den Kampf gegen Hunger und Armut aber überhöre, sagte der linksgerichtete Staatschef.

"Trump will den Militärhaushalt erhöhen, um in weiteren Länder im Namen der Freiheit zu intervenieren und sie auszuplündern, um den Völkern Tod und Leid zu bringen", so Morales in einer Reihe von Kommentaren beim Kurznachrichtendienst Twitter: "Warum setzt Trump dieses Militärbudget nicht ein, um den Hunger und die Armut innerhalb und außerhalb der USA zu bekämpfen?"

Der indigene Staatschef forderte zudem die "imperialistischen Länder" auf, ihre Ressourcen zu verwenden, um "den Schaden, den sie den Völkern und der Mutter Erde angetan haben" zu heilen.

Morales reagierte mit seinen Kommentaren auf die Ankündigung seines US-Amtskollegen Trump, das ohnehin schon horrend hohe Militärbudget der Vereinigten Staaten von Amerika um weitere 9,27 Prozent anzuheben. Das würde rund 54 Milliarden US-Dollar entsprechen.

Im Juni erst hatte die Regierung von Bolivien es abgelehnt, an den für November vorgesehenen Truppenübungen von Brasilien, Kolumbien und Peru teilzunehmen, an denen auf Einladung von Brasiliens De-facto-Präsident Michel Temer erstmals auch US-Streitkräfte beteiligt sein werden.

Die als "Vereintes Amerika" (América Unida) bezeichnete Übung findet im brasilianischen Amazonasgebiet statt. Nun sind auch Argentinien, Bolivien, Chile, Ecuador, Kanada, Panama und Uruguay dazu gebeten worden.

Ausgehend von einer multinationalen Militärbasis im brasilianischen Tabatinga sollen die Truppenmanöver vom 21. bis zum 28. November dauern. Der Ort liegt im Dreiländereck mit Leticia in Kolumbien und Santa Rosa in Peru.

Wenn Sie über diesen Artikel mitdiskutieren wollen, nutzen Sie bitte die Kommentarfunktion auf unserer Facebook-Seite oder folgen Sie einfach diesem Link
Unterstützen Sie amerika21 mit einer Spende via Flattr