DruckversionEinem Freund senden
06.10.2017 Bolivien / Kuba / Politik

Staatsfeiern in Bolivien und Kuba zum 50. Todestag von Che Guevara

Plakat zu den 5-tätigen Veranstaltungen in Bolivien zum Todestag von Che Guevara

Plakat zu den 5-tätigen Veranstaltungen in Bolivien zum Todestag von Che Guevara

Quelle: cubadebate.cu

La Paz/Havanna. Am 9. Oktober jährt sich die Ermordung des argentinisch-kubanischen Revolutionärs Ernesto "Che" Guevara in Bolivien zum 50. Mal. Zu diesem Anlass finden zahlreiche Gedenkveranstaltungen statt. Boliviens Präsident Evo Morales gab fünftägige Staatsfeierlichkeiten für die Leitfigur der revolutionären Befreiungsbewegungen bekannt. Höhepunkt ist eine Festveranstaltung am 9. Oktober in der Stadt Vallegrande, wo die Überreste Che Guevaras mehr als 30 Jahre lang versteckt wurden.

Die zentrale kubanische Gedenkveranstaltung, bei der Vizepräsident Miguel Díaz-Canel sprechen wird, findet am 8. Oktober beim Che-Mausoleum in Santa Clara statt. Ganz im Zeichen Guevaras stehen in Kuba auch zahlreiche Kulturveranstaltungen wie das 4. lateinamerikanische Rockfestival "Patria Grande", das bis 5. Oktober in Havanna über die Bühne ging.

Am gestrigen Donnerstag begannen auch die fünftägigen Staatsfeiern in Bolivien mit zahlreichen Debatten und kulturellen Veranstaltungen. Neben weiteren Vertretern anderer Länder werden an der zentralen Gedenkzeremonie am Flughafen von Vallegrande auch die Vizepräsidenten von Kuba, Miguel Díaz Canel, und Venzuela, Tareck el Aissami, erwartet. Darüber hinaus "nehmen auch die vier Kinder von Che, einige seiner Brüder und viele soziale Bewegungen" an den Aktivitäten in Bolivien teil, so Morales am Montag bei einer Pressekonferenz.

"Wäre er 1967 in Bolivien nicht gestorben, dann wäre Lateinamerika heute frei, souverän, unabhängig und sozialistisch“, ist sich sein Bruder Juan Martín Guevara unterdessen sicher. "Denn wenn er am Leben geblieben wäre, hätte er gesiegt", sagte der 74-Jährige in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP.

Ernesto Rafael Guevara de la Serna wurde 1928 in Rosario (Argentinien) geboren und schloss sich 1955 den kubanischen Revolutionären um Fidel Castro an. Nach dem Sieg der Revolution 1959 war er Leiter der Nationalbank Kubas und Industrieminister. Im Jahr 1965 trat er von allen politischen Ämtern zurück und unterstützte mit weiteren kubanischen Kämpfern die Rebellen im Kongo und ab 1966 die Befreiungsbewegung in Bolivien. Am 8. Oktober 1967 wurde Guevara in einer gemeinsamen Aktion von US-Geheimdienstagenten und bolivianischen Militärs festgenommen und einen Tag später hingerichtet.

Unterstützen Sie amerika21 mit einer Spende via Flattr

Was Sie auch interessieren könnte ...

30.08.2017 Nachricht von Marcus Christoph
30.06.2017 Nachricht von Marcus Christoph
03.12.2014 Nachricht von Harald Neuber
16.12.2010 Nachricht von Harald Neuber