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Gemeinsame Sicherheitspolitik von Ecuador und USA

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Ecuador will verstärkt gegen Kriminalität in der Grenzregion zu Kolumbien vorgehen –  auch wieder mit Hilfe der USA
Ecuador will verstärkt gegen Kriminalität in der Grenzregion zu Kolumbien vorgehen – auch wieder mit Hilfe der USA

Quito. Der Innenminister von Ecuador, César Navas, und der US-amerikanische Botschafter Todd Chapman haben unlängst eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit in sicherheitspolitischen Fragen unterzeichnet. Die US-Antidrogenbehörde DEA und die US-Polizei- und Zollbehörde ICE wollen mit den ecuadorianischen Behörden Informationen und Erfahrungen austauschen. Ziel der Kooperation soll die Bekämpfung von Drogen- Waffen- und Menschenhandel sowie Geldwäsche sein. Ecuador hatte fünfundzwanzig Jahre mit den USA kooperiert. Die Regierung des vorherigen Präsidenten Rafael Correas hatte diese Zusammenarbeit eingestellt. Ecuador beabsichtigt nun, auch mit weiteren Ländern Kooperationsvereinbarungen abzuschließen.

Begründet wird die neuerliche Zusammenarbeit mit den USA mit der angespannten Situation an der Grenze zwischen Ecuador und Kolumbien. Dort waren drei ecuadorianische Reporter entführt und ermordet worden. Ihre Leichen sind auch einem Monat nach dem Vorfall noch nicht aus Kolumbien nach Ecuador überführt worden. Zudem kam es wenig später zur Entführung zweier Ecuadorianer. Bisher gibt es keine Verhandlungen über ihre Freilassung.

Der Präsident von Ecuador, Lenín Moreno, hatte dem vermutlichen Entführer mit dem Pseudonym "Guacho" zehn Tage Zeit gegeben, sich zu stellen. Diese Frist verstrich ohne Ergebnis. Daraufhin traten Innenminister César Navas und Verteidigungsminister Patricio Zembrano zurück. Als Nachfolger hatte Moreno am Freitag Mauro Toscanini (Innenminister) und Oswaldo Jarrí (Verteidigungsminister) ernannt.

Bei den Entführern soll es sich um Dissidenten der ehemaligen kolumbianischen Guerillagruppe Farc handeln, die die Friedensvereinbarung zwischen der kolumbianischen und der ecuadorianischen Regierung nicht akzeptieren.

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