Kuba / Wirtschaft

Kuba lädt zur 36. Internationalen Handelsmesse von Havanna

Unternehmen aus mehr als 60 Ländern vertreten. Zahlreiche deutsche Firmen im "German Pavillon". Kuba stellt neues Portfolio für Investitionsprojekte vor

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Die 36. Internationale Handelsmesse findet vom 29. Oktober bis zum 2.November in Havanna statt
Die 36. Internationale Handelsmesse findet vom 29. Oktober bis zum 2.November in Havanna statt

Havanna. Am kommenden Montag beginnt die diesjährige große Handelsmesse in Kubas Hauptstadt, die Fihav (Feria Internacional de la Habana). Mehr als 2.500 ausländische Geschäftsleute sowie rund 30 Handelskammern und handelsfördernde Institutionen, 20 hochrangige offizielle Delegationen und zahlreiche Gruppen mit "Portfolios in Bereitschaft" werden erwartet. Die Veranstaltung findet vom 29. Oktober bis 2. November wieder auf dem Messegelände Expocuba statt. Unternehmen aus mehr als 60 Ländern nehmen teil.

Zum wichtigsten Schauplatz für Investitions- und Konsumgüter in Kuba und den karibischen Inseln kommen jährlich über 150.000 Besucher. Darunter sind kubanische und viele lateinamerikanische Entscheidungsträger aus Politik und Wirtschaft sowie Geschäftsdelegationen. Die Fihav ist die zentrale Handelsmesse in Kuba und bietet nach Einschätzung deutscher Teilnehmer "einen optimalen Einblick in ein breit gefächertes Angebot von Investitionsgütern, Rohstoffen, Materialien, Energieversorgung und Umwelttechnik bis hin zu Lebensmitteln, Textilien, Schuhen und vielem mehr. Die Universal- und Mehrbranchenmesse ist der ideale Kontaktpunkt zu neuen Geschäftspartnern und dient gleichzeitig der Marktbeobachtung und der Imagewerbung für das eigene Unternehmen."

Zum 20. Mal stellen sich deutsche Unternehmen und Institutionen unter dem Dach des "German Pavillon" auf der Fihav vor. Der Deutsche Botschafter Thomas Neisinger wird den Pavillon offiziell eröffnen. Im letzten Jahr beteiligten sich über 70 Unternehmen aus der Bundesrepublik am Gemeinschaftsstand.

Venezuela, China und Russland, wichtige Handelspartner Kubas, werden wieder dabei sein, während Spanien erneut das am stärksten vertretene Land sein wird. Rodrigo Malmierca, Kubas Minister für Außenhandel und Investitionen (Mincex), stellte während einer Pressekonferenz fest, dass die Regierung der USA unter Donald Trump zwar darauf bedacht ist, weitere Maßnahmen zur Behinderung der Beziehungen zwischen den beiden Nationen umzusetzen, die Fihav 2018 aber zeige, dass "die Welt trotz der Verschärfung der von den USA verhängten wirtschaftlichen, kommerziellen und finanziellen Blockade mit Kuba zusammenarbeitet". In Bezug auf die Teilnahme von US-Firmen erwähnte Malmierca, dass die Zahl der Teilnehmer mit etwa 16 Unternehmen ähnlich hoch ist wie 2017.

Kuba selbst ist mit 350 Unternehmen vertreten. Von besonderer Bedeutung sind die Stände der Sonderwirtschaftszone Mariel und der kubanischen Handelskammer, an denen die jährlich zur Messe erscheinende "Cartera de Opertunidades", das kubanische Portfolio für Investitionsprojekte, zu erhalten ist. Im vergangenen Jahr präsentierte Kuba 456 Projekte mit einem Investitionsvolumen von insgesamt 10,7 Milliarden US-Dollar.

Neben dem direkten Kontakt zu den Ausstellern bietet die Fihav Foren für Investitionen in bestimmten Branchen und persönlichen Meetings mit Entscheidungsträgern, die im Vorhinein oder auf der Messe angefragt werden können. So haben beispielsweise im letzten Jahr mehr als 180 ausländische Unternehmen aus 37 Ländern an über 250 Businessmeetings teilgenommen. Dazu trägt auch die Onlineplattform foro.feriahavana.com/en/ bei, auf der man unkompliziert Geschäftszusammenkünfte mit kubanischen Entscheidungsträgern der verschiedenen Wirtschaftssektoren nachfragen kann. Zum zweiten Mal stattfinden wird im Rahmen der Messe auch das Wirtschaftsforum Russland-Lateinamerika.

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