Mexiko / Politik

Mexiko: Künftige Regierungspartei plant Legalisierung von Marihuana

mexiko_legalisierung_gras_senat.jpg

Senatorin Olga Sánchez Cordero von der Partei Morena legte den Gesetzentwurf zur Entkriminalisierung des Cannabis-Konsums dem Senat von Mexiko vor
Senatorin Olga Sánchez Cordero von der Partei Morena legte den Gesetzentwurf zur Entkriminalisierung des Cannabis-Konsums dem Senat von Mexiko vor

Mexio-Stadt. Die Partei Nationale Erneuerungsbewegung (Morena) des designierten mexikanischen Präsidenten Andres Manuel López Obrador, kurz Amlo, hat im Senat ein Gesetzesprojekt vorgelegt, das den Konsum, Produktion und Handel von Marihuana neu regeln soll. Das Gesetz soll laut Morena einen Mittelweg zwischen absolutem Verbot und freiem Markt ermöglichen.

Wie das Nachrichtenportal Infobae berichtete, präsentierte Senatorin Olga Sánchez Cordero die Initiative, der zufolge Besitz und Konsum von bis zu 30 Gramm Marihuana für den Eigenbedarf künftig legal sein sollen. Ausgenommen von der Regelung sind der Verkauf an Minderjährige sowie der Konsum an Orten wo Rauchverbot herrscht.

Um die Produktionskette und den Verkauf regulieren zu können, plant Morena die Schaffung einer eigenen Institution, dem "Mexikanischen Institut für Regulierung und Kontrolle von Cannabis". Alle potenziellen Konsumenten müssen dort eine Genehmigung beantragen.

Ebenfalls erlaubt wären dem Modell zufolge die Aufzucht und Verwendung von bis zu 20 Marihuanapflanzen auf privatem Boden. Diese müssten auch beim neuen Institut angemeldet werden, ebenso der Verkauf an eigens erlaubten Stellen.

Unterstützen Sie amerika21 mit einer Spende via Flattr