US-Karawane nach Kuba ein "Akt der Liebe, der Solidarität und des Friedens"

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Mitglieder der Pastoren für den Frieden und Kubas Präsident Díaz-Canel am 25. Juni in Havanna
Mitglieder der Pastoren für den Frieden und Kubas Präsident Díaz-Canel am 25. Juni in Havanna

Havanna. Die "Pastoren für den Frieden" aus den USA sind in Kuba eingetroffen. Der Präsident des Staats- und Ministerrats Miguel Díaz-Canel, empfing sie am Dienstag. Die Initiative leistet seit Jahrzehnten Solidaritätsarbeit mit dem Nachbarland Kuba und führt seit 1992 Freundschaftskarawanen durch. Dafür praktiziert sie auch Aktionen zivilen Ungehorsams. Es ist die 30. Auflage der Freundschaftskarawane USA-Kuba, die von der Interreligiösen Stiftung für Gemeinschaftsorganisation (Interreligious Foundation for Community Organization, IFCO) mit ihrem Programm "Pastoren für den Frieden" organisiert und von deren Direktorin Gail Walker angeführt wird. 34 Aktivisten aus Arizona, Kalifornien, Illinois, Kansas, Louisiana, Michigan, Minnesota, New Jersey, New York, Oregon, Pennsylvania , Washington sowie aus Mexiko und Kanada nehmen teil. Die Karawane hatte zuvor in 46 Städten der USA Halt gemacht und dort über Kuba und ihre Solidaritätsaktivitäten berichtet. Mit der Weiterreise auf die sozialistische Insel widersetzen sich die Mitwirkenden der von der US-Regierung verhängten Politik der Blockade und der Reisebeschränkungen. In ihrer Mehrheit handelt es bei den Teilnehmern um soziale Aktivisten, Gemeindevorsteher, Studenten, Lehrer und Professoren. "Wir sind das Risiko eingegangen, mit Geldstrafen belegt und ins Gefängnis gesperrt zu werden, aber wir gehen es ein, um auf der Seite Kubas zu stehen und unsere Solidarität zum Ausdruck zu bringen“, betonte Walker bei der Ankunft auf dem Internationalen Flughafen José Martí.

In Havanna besuchten sie unter anderem die Stadtbezirke Regla, Diez de Octubre sowie Guanabacoa, die am stärksten von dem Tornado vom 27. Januar dieses Jahres betroffen waren und etliche Zerstörungen zu erleiden hatten. Sie trafen sich auch mit Vertretern der lokalen Behörden, um sich unter anderem über Einzelheiten der Reparatur- und Aufbauarbeiten zu informieren. Dabei äußerten die Teilnehmenden der US-Karawane ihre Genugtuung über die Leistungen der Schadensbeseitigung und erklärten einmal mehr ihre Solidarität mit Kuba. Gail Walker bekräftigte die Absicht der Initiative, die Verschärfungen der Blockade durch die Regierung von US-Präsident Donald Trump nicht hinzunehmen. Der kubanische Präsident Díaz-Canel schrieb auf dem Kurznachrichtendienst Twitter, seine Zusammenkunft mit Mitgliedern der Friedenskarawane sei "ein Treffen unter Brüdern, ein Akt der Liebe, des Frieden und der Solidarität" gewesen.

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