Staatenbund Celac fordert gerechten Zugang zu Corona-Impfstoffen weltweit

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Celac fordert die Demokratisierung der Produktion und eine gerechte Verteilung der Corona-Vakzine
Celac fordert die Demokratisierung der Produktion und eine gerechte Verteilung der Corona-Vakzine

Mexiko-Stadt. Die Gemeinschaft der lateinamerikanischen und karibischen Staaten (Celac) verlangt eine global gerechte Verteilung der Covid-19-Vakzine. In einer offiziellen Mitteilung vom Montag fordern die 33 Mitgliedsländer die Pharmakonzerne und Industrieländer auf, die weltweite Produktion zu demokratisieren und den ungehinderten Zugang zu Impfstoffen zu ermöglichen, um die Pandemie zu bekämpfen. Damit schließen sie sich den Forderungen der Weltgesundheitsorganisation und der Vereinten Nationen an.

Der Text, der auf der offiziellen Website der Organisation veröffentlicht wurde, betont, dass Impfstoffe "ein globales öffentliches Gut" seien und appelliert an eine gerechte weltweite Verteilung. In diesem Jahr hat Mexiko die Präsidentschaft des Regionalverbands inne.

"Es ist dringend notwendig, dass der private Sektor, Regierungen und internationale Organisationen daran arbeiten, einen fairen, gerechten, solidarischen, transparenten, rechtzeitigen und universellen Zugang zu Impfstoffen, Diagnosegeräten, Medikamenten und anderen Gesundheitstechnologien gegen Covid-19 zu erwirken", heißt es in dem Statement. Diese "Demokratisierung" müsse zudem die Modernisierung der medizinischen Infrastruktur und die Ausbildung von Gesundheitspersonal in der Region beinhalten.

Seit Februar habe die Celac wiederholt ihre Besorgnis über "die Schaffung von Mechanismen, die den Export von Impfstoffen begrenzen", geäußert. Mehrere Länder kritisierten bereits das Horten von Impfstoffen durch reiche Staaten. Bolivien hat beispielsweise eine internationale Kampagne gestartet, um die Freigabe von Patenten zu fordern.

Die Celac schließt sich dem Aufruf der WHO vom 4. März an, einen solidarischen Weg zur Förderung einer größeren Produktion und Verfügbarkeit der Covid-Impfstoffe zu finden. Auch die UNO beschuldigte Anfang des Jahres reiche Länder, die Impfung gegen das Virus zu "nationalisieren".

Aktuelle Daten der WHO zeigen, dass im Durchschnitt einer von vier Menschen in Ländern mit hohem Einkommen gegen das Coronavirus geimpft ist, verglichen mit nur einem von 500 in Ländern mit niedrigem Einkommen.

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