Argentiniens Präsident auf Barbados: Klimawandel und Dekolonialisierung

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Die Premierministerin von Barbados, Mia Mottley, mit Argentiniens Präsident Alberto Fernández
Die Premierministerin von Barbados, Mia Mottley, mit Argentiniens Präsident Alberto Fernández

Bridgetown. Der argentinische Präsident Alberto Fernández hat sich am Ende seiner Reise nach China und Russland bei einem Zwischenstopp auf der Karibikinsel Barbados mit Premierministerin Mia Mottley getroffen. Dabei ging es insbesondere um die Vertiefung der regionalen Kooperation, den Kampf gegen den Klimawandel und die Corona-Pandemie sowie die Unterstützung Argentiniens im Konflikt um die Malwinen.

Mit Blick auf die Herausforderungen Barbados’ angesichts des Klimawandels sagte Fernández: "Der Karibik geht es sehr schlecht, das ist eine tragische Angelegenheit. Es ist beangstigend, wie das Wasser Inseln verdeckt, sie verschwinden lässt und damit ganze Gemeinden."

Fernández und Mottley sprachen auch über den Prozess der Dekolonialisierung auf der Insel. Barbados hatte 1966 die Unabhängigkeit von Großbritannien erlangt, die Queen blieb danach formal Staatsoberhaupt. Erst im November 2021 wurde Barbados Republik und löste sich endgültig vom britischen Königshaus. Für viele Bürger:innen und Nachfahren von Sklaven bedeutete das die endgültige Loslösung vom kolonialen Erbe. Bei der Zeremonie im vergangenen Jahr war Prinz Charles als Ehrengast nach Barbados geladen und auch die Queen selbst sendete der Präsidentin Glückwünsche.

Fernández‘ Besuch erfolgte auch im Rahmen seiner Tätigkeit als amtierender Präsident der Gemeinschaft der lateinamerikanischen und karibischen Staaten (Celac), die sich für Süd-Süd-Kooperationen, regionale Integration, Dekolonialisierung und die EIndämmung des US-Einflusses einsetzt.

Im Anschluss an das Gespräch mit Mottley traf sich der argentinische Staatschef mit Vertretern der Organisation Ostkaribischer Staaten (OECS).

Mit dem Besuch auf Barbados schloss Fernández seine erste internationale Reise in diesem Jahr ab, auf der er auch mit den Präsidenten der Russischen Föderation, Wladimir Putin, und der Volksrepublik China, XI Xinping, zusammentraf.

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