Kolumbien / Politik

Polizei in Kolumbien nimmt Verdächtige hinter Anschlägen in Cali und Bogotá fest

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Nach den Anschlägen forderten viele Menschen, wie hier in Cali, endlich Frieden in Kolumbien
Nach den Anschlägen forderten viele Menschen, wie hier in Cali, endlich Frieden in Kolumbien

Bogotá/Cali. Polizei und Armee haben am Wochenende in Cali und Buenaventura drei Verdächtige im Zusammenhang mit der jüngsten Anschlagsserie in Cali und der Region festgenommen. Sie sollen an einem Bombenattentat im Juni beteiligt gewesen sein (amerika21 berichtete). Den Tatverdächtigen wird die Beteiligung an terroristischen Aktivitäten sowie illegaler Waffenbesitz vorgeworfen.

Bereits Ende Juni hat die Polizei eine Person unter dem Alias 'Calvin Rodríguez' gefasst. Er gilt laut Behörden als führendes Mitglied der Unterstützungsnetzwerke der FARC-Dissidentengruppe Jaime Martínez und soll eine zentrale Rolle bei der Planung der Anschläge gespielt haben. Kurz zuvor hatte die Polizei in Jamundí vier mutmaßliche Mitglieder derselben Gruppe festgenommen.

Die Festnahmen sind Teil einer großangelegten Sicherheitsoperation von Polizei, Armee und Staatsanwaltschaft. Damit wollen die Behörden bewaffnete Strukturen im Südwesten Kolumbiens zerschlagen. Die Ermittlungen zu den Hintermännern dauern an.

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In Bogotá hat die kolumbianische Polizei am Wochenende die mutmaßliche verantwortliche Person des Attentats auf den Senator Miguel Uribe Turbay festgenommen (amerika21 berichtete). Bei der festgenommenen Person handelt es sich um Elder José Arteaga Hernández, bekannt unter dem Alias El Costeño. Die Festnahme erfolgte in einem Wohnhaus im Westen der Hauptstadt. Laut Behördenangaben gilt Arteaga als mutmaßliche organisierende Person des bewaffneten Angriffs vom 7. Juni bei einer Wahlkampfveranstaltung. Den Angriff führte ein fünfzehnjähriger Jugendlicher aus, den die Polizei kurz darauf festnahm. Ermittlungen ergaben, dass Arteaga eine zentrale Rolle bei der Planung und Koordinierung des Anschlags spielte.

Die Polizei hatte seit Wochen nach Arteaga gefahndet und unter anderem eine Interpol-Rotmeldung ausgestellt. Hinweise aus der Bevölkerung und die Auswertung zahlreicher Überwachungsaufnahmen führten schließlich zu seinem Aufenthaltsort. Bei der Festnahme leistete die festgenommene Person keinen Widerstand.

Nach Angaben der Ermittlungsbehörden gehörte El Costeño einer organisierten Struktur an, die in Bogotá aktiv war. Mehrere weitere Verdächtige, darunter eine mutmaßliche Waffenlieferantin und eine flüchtige Person, hat die Polizei bereits in den Wochen zuvor verhaftet. Arteaga Hernández verfügt laut Polizeiangaben über eine mehr als zwanzigjährige kriminelle Vergangenheit. Er war bereits mehrfach wegen illegalen Waffenbesitzes, Drogenhandels und gewaltsamer Übergriffe inhaftiert. Sicherheitsbehörden ordnen ihn dem organisierten Verbrechen zu und vermuten, dass er innerhalb der Hauptstadtregion ein eigenes kriminelles Netzwerk aufgebaut hat.