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Kuba berät auf Umweltkonferenz über Wege zu mehr Nachhaltigkeit

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In Havanna fand die XV. Internationale Konferenz über Umwelt und Entwicklung statt
In Havanna fand die XV. Internationale Konferenz über Umwelt und Entwicklung statt

Havanna. In Havanna ist am Samstag die XV. Internationale Konferenz über Umwelt und Entwicklung zu Ende gegangen. Vier Tage lang kamen mehr als 1.200 Delegierte und Gäste aus 22 Ländern zusammen. Die alle zwei Jahre stattfindende Großveranstaltung befasste sich mit der zunehmenden weltweiten Umweltungleichheit, dem raschen Verlust der Artenvielfalt, der ganze Ökosysteme bedroht, und dem Widerstand gegen die Einführung nachhaltiger Produktionsmodelle.

Für Maritza García García, Präsidentin der Umweltagentur des Ministeriums für Wissenschaft, Technologie und Umwelt (CITMA) sowie Leiterin der Konferenz, lautet das Motto für Kuba: "Einheit, Innovation und Entschlossenheit". Sie betont, dass keine Zeit für Unentschlossenheit bliebe, die Wissenschaft habe eine klare Warnung ausgesprochen: "Entweder wir handeln jetzt, oder die Folgen werden irreversibel sein." Gleichzeitig unterstreicht sie, dass der Weg zur Nachhaltigkeit die Festigung strategischer Allianzen bei der Umsetzung der Ziele für nachhaltige Entwicklung erfordere, mit besonderem Schwerpunkt auf Klimaschutzmaßnahmen, der Erhaltung der biologischen Vielfalt und dem Übergang zu sauberen Energien.

Im Konferenzzentrum von Havanna fanden Fachkongresse, Podiumsdiskussionen, Keynote-Vorträge und eine Ausstellungsmesse statt. Konkret wurde es beispielsweise im Rahmen eines Treffens von im Ausland lebenden Kubaner:innen, die sich für eine verstärkte Zusammenarbeit bei Umweltschutzprojekten aussprachen. In der Türkei, Deutschland und Angola lebende Kubaner:innen unterstützten die Initiative zum Aufbau von Allianzen und Programmen zur nachhaltigen Bewirtschaftung der küstennahen Meeresökosysteme, zur Suche nach Finanzierungen und technologischen Ressourcen zur Wiederherstellung von Wassereinzugsgebieten und des nationalen Stromnetzes sowie zur Gewährleistung der Ernährungssicherheit.

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Bei den Gesprächen tauschten Forschende, Akademiker, Pädagogen, Unternehmer, Manager, Behörden und Vertreter von Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen Erfahrungen, Wissen und Kooperationsvorschläge aus. Unter dem Motto "Mehr Bewusstsein für eine gesunde Umwelt" nehmen die Delegierten unter anderem an einem Kongress für Bildung für nachhaltige Entwicklung, an einem Kongress für Schutzgebiete, einem Kongress für Umweltmanagement und einem Kongress für Ökosystem- und Biodiversitätsmanagement teil.

Besonderes Interesse fanden die Vorträge und Diskussionen über technologische und wissenschaftliche Innovationen zur Förderung der Kreislaufwirtschaft, zur Reduzierung von Schadstoffemissionen und zur Anpassung an den Klimawandel. Auch die 2024 in Kuba verabschiedete Strategie für den Übergang zur Kreislaufwirtschaft wurde erörtert.

Der Minister für Wissenschaft, Technologie und Umwelt, Armando Rodríguez Batista, erklärte in seinem Vortrag "Kuba auf dem Weg zur Nachhaltigkeit", dass diese Strategie zunächst die Bereiche Agrar- und Ernährungswirtschaft, Tourismus, Bauwesen, Industriezweige und feste Abfälle umfasse. Später würden schrittweise die Bereiche Verkehr, Energie, Wasserwirtschaft, Forstwirtschaft, Bergbau, Industrie sowie Städte und Siedlungen einbezogen. Er würdigte die ersten Ergebnisse der integrierten Allianz "Gemeinsam für weniger Plastikmüll" und wies darauf hin, dass Kuba über 230 Schutzgebiete unterschiedlicher Kategorien besitze, die 22,42 Prozent des Staatsgebiets ausmachten. 156 davon sind zum Naturerbe der Nation erklärt worden, davon sind 87 Meeresschutzgebiete.