Caracas/Washington. US-Präsident Trump trifft am Montag mit seinen wichtigsten Beratern zusammen, um die weitere Strategie gegenüber Venezuela zu erörtern. An dem Treffen im Oval Office sollen Außenminister Marco Rubio, Verteidigungsminister Pete Hegseth und weitere ranghohe Regierungsmitglieder teilnehmen.
Trump hat zuletzt erklärt, der venezolanische Luftraum müsse "in seiner Gesamtheit" als geschlossen betrachtet werden. Diese Ankündigung sorgte für Unruhe in Caracas und ließ viele internationale Beobachter alarmiert reagieren. Details dazu, wie eine tatsächliche Schließung durchgesetzt werden soll, nannte Trump jedoch nicht. Verschiedene Airlines haben bereits vor Tagen ihre Flüge nach Venezuela ausgesetzt. Zuletzt erklärte die Airline Iberia, ihre Flüge bis zum 31. Dezember einzustellen.
Zudem bestätigte Trump, dass er vor Kurzem mit Venezuelas Präsident Nicolás Maduro telefonisch gesprochen habe. Auf Nachfrage bezeichnete er das Gespräch lediglich als "eine Telefonkonferenz", gab aber keine Inhalte bekannt. Weder die US-Regierung noch die venezolanische Regierung haben weitere Details zu den Themen veröffentlicht. Nicht genannte Quellen berichteten jedoch der Miami Herald, der US-Präsident habe seinem südamerikanischen Amtskollegen ein Ultimatum gestellt. Angeblich bot der US-Präsident seinem Amtskollegen Maduro an, ihn und seine Familie ausser Landes zu geleiten, "wenn er sofort zurücktrete". Venezuelas Präsident soll jedoch abgelehnt haben und stattdessen eine Reihe von Gegenforderungen gestellt haben.
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