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Institut für Völkerfreundschaft feiert 65 Jahre Solidarität mit Kuba, Gäste aus 32 Ländern

ICAP 65 Jahre internationale Solidarität mit Kuba

ICAP 65 Jahre internationale Solidarität mit Kuba
65 Jahre internationale Solidarität mit Kuba: Instituto Cubano de Amistad con los Pueblos (ICAP)

Havanna. Das Kubanische Institut für Völkerfreundschaft (ICAP) hat sein 65-jähriges Bestehen mit mehreren Veranstaltungen und internationalen Gästen gefeiert. Zu den Veranstaltungen kamen 240 Aktivisten aus 32 Ländern in die kubanische Hauptstadt. Unter den Besuchern befanden sich 120 Mitglieder der Solidaritäts- und Freiwilligenbrigade "65. Jahrestag des ICAP", mit dabei war auch eine Gruppe aus Deutschland, die fast zwei Wochen im Einsatz war. Hinzu kam noch die "Venceremos-Brigade" aus den Vereinigten Staaten mit etwa 40 jungen US-Amerikanern.

Das ICAP war am 30. Dezember 1960 vom Comandante en Jefe Fidel Castro gegründet worden, da schnell klar geworden war, dass die Revolution permanenten Angriffen ausgesetzt sein würde, und dass zugleich auch andere Befreiungsbewegungen gegen den Imperialismus und Kolonialismus unterstützt werden müssten. Die Verteidigung und Solidarität mit dem sich zum Sozialismus hin entwickelnden Karibikstaat war und ist weiterhin die Hauptaufgabe des Instituts. Das ICAP zählt derzeit weltweit über 1.800 Freundschaftsgruppen in 152 Ländern. Die Liste der vom kubanischen Internationalismus praktizierten Solidaritätsaktivitäten ist lang: vom Kampf gegen die Apartheid in Südafrika bis hin zu den medizinischen Brigaden, der Kampagne Milagro für Augenoperationen, der Bildungsmethode Yo sí puedo und der Ausbildung Tausender Ärzte an der Lateinamerikanischen Medizinischen Hochschule (ELAM).

Diese Vielfalt an Aktivitäten und deren ethische Basis in der Kultur Kubas diskutierten der frühere Kulturminister und jetzige Direktor des Casa de las Americas, Abel Prieto, in dessen Räumlichkeiten, mit Noemi Rabaza (ICAP), sowie weiteren Intellektuellen und den Teilnehmenden. Am Wochenende wurde im Rahmen einer Podiumsdiskussion im ICAP-Gebäude über "Fidel Castros Gedanken zur Solidarität" diskutiert, mit Wortmeldungen mehrerer Aktivisten von internationalen Solidaritätsorganisationen zu diesem zentralen Element der Kultur und Politik Kubas.

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Am Montag wurde in den Räumen des Centro Fidel Castro die Fotoausstellung "Das ICAP, die Solidarität und die kubanische Revolution" eröffnet, die Herausgabe einer Gedenkbriefmarke durchgeführt und es traten Sänger mit einem Musikprogramm auf. Zusätzlich wurde dabei auch das neue Buch "La solidaridad de los pueblos, siempre con Cuba" (Die Solidarität der Völker, immer mit Kuba) über die Geschichte des Instituts vorgestellt.

Die abschließende Hauptveranstaltung am Dienstag leitete der kubanische Präsident Miguel Díaz-Canel ein, im Beisein von Vertretern der Regierung, der Kommunistischen Partei, zivilgesellschaftlichen Organisationen und mehr als 200 Freunden des karibischen Inselstaates. 20 internationale Solidaritätsorganisationen erhielten von Díaz-Canel die Gedenkmünze zum 65-jährigen Bestehen des Instituts. Zu den Geehrten gehörten Organisationen aus Ländern aller fünf Kontinente, darunter auch das Netzwerk Cuba aus Deutschland.

Nach einer lebensfrohen Tanzdarbietung der Kinderkulturgruppe Colmenita hielt der Sprecher des Kontinentalen Solidaritätsnetzwerks mit Kuba, der Argentinier Norberto Abel Galiotti, eine Rede. Er hob die Rolle des ICAP als "Instrument der Revolution zum Aufbau der Diplomatie der Völker" hervor. Er verurteilte die willkürliche Aufnahme Kubas in die US-Liste der mutmaßlichen Terrorismusunterstützer und warnte vor einer imperialistischen Medienoffensive gegen die karibische Nation. Galiotti forderte Gewerkschaften, Jugendorganisationen, feministische Bewegungen, Parlamentarier, Juristen und Intellektuelle auf, sich in einem "kognitiven Kampf für Wahrheit und Gerechtigkeit" zusammenzuschließen. Im Zusammenhang mit dem 2026 anstehenden 100. Geburtstag von Fidel Castro rief er dazu auf, einen "weltweiten Marathon der Liebe für Kuba" zu starten und "die solidarische Generation des Jahrhunderts" zu schmieden, die in der Lage ist, die Souveränität und den Frieden gegenüber dem Imperialismus zu verteidigen.