Das Märchen von Greta und seine Grenzen

Ein kritischer Blick auf die "Klimaschutzbewegungen" in Westeuropa und USA und den "grün geschminkten" Kapitalismus

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Tweet von Lagarde nach der Begegnung mit Greta: "Ich bin optimistisch für die Zukunft wegen  Jugendlichen aus aller Welt wie Greta Thunberg, die mit einer wichtigen Botschaft zum Thema #climatechange zum  #wef19 gekommen ist. Junge Leute: drängt uns weiter, das Richtige zu tun!" (Screenshot)
Tweet von Lagarde nach der Begegnung mit Greta: "Ich bin optimistisch für die Zukunft wegen Jugendlichen aus aller Welt wie Greta Thunberg, die mit einer wichtigen Botschaft zum Thema #climatechange zum #wef19 gekommen ist. Junge Leute: drängt uns weiter, das Richtige zu tun!" (Screenshot)

Die wahren Umweltschützer dieser Welt sind die Völker, die gegen die Plünderung durch die multinationalen Konzerne kämpfen: Diejenigen, die ihre Leben für ihre Gemeinschaften einsetzen, für die Berge und die Flüsse. Jeden Monat werden Dutzende dieser wahren Umweltschützer in ihren Ländern ermordet: Die Kugeln der Auftragsmörder des transnationalen Kapitalismus zerfetzen ihre würdigen und aufrichtigen Köpfe. Und sie sterben mit sauberen Händen, die niemals die niederträchtigen Hände des IWF geschüttelt haben oder die der übrigen Vampire des Planeten. Die ausbeutende Klasse und ihr kapitalistisches System können sich auf der Basis von Vernichtung und Entfremdung aufrechterhalten: Auf Grundlage von Gewalt und auch der Lüge, die sie mittels ihrer Massenmedien verbreiten.

Greta Thunberg, die durch den Kulturapparat des Kapitalismus hypermedialisierte neue Kultfigur, und die Direktorin des IWF (jener IWF, jene Institution des transnationalen Kapitalismus, der die Natur plündert und ganze Völker aushungert) und Kandidatin für die Leitung der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, sind gemeinsam auf Fotos zu sehen1 ‒ bei einem Händedruck, der sehr gut veranschaulicht, welche Freude es den Besitzern der Welt bereitet, jene zu grüßen, die ihnen für die wichtige Aufgabe von Nutzen sind, alle Kämpfe mithilfe von trojanischen Pferden zu unterwandern. Sie lenken die Kräfte in Sackgassen, sie manipulieren die Mehrheiten in Scheinkämpfen, die niemals die Wurzel der Probleme berühren und sie daher auch nicht lösen. Der Kapitalismus, der die Umwelt zugrunde richtet, wird durch das Märchen von Greta nicht infrage gestellt. Der Planet stirbt und sie machen weiter mit ihrem "Brot und Spiele". Absoluter Zynismus.

Das Fernsehen, die Presse und die Kulturindustrie sind im Kapitalismus in den Händen der Privatmonopole, die üblicherweise ebenfalls Kapital im militärisch-industriellen Komplex, in der Agrarindustrie, in der Chemie- und Pharmaindustrie etc. besitzen. Das erklärt, warum die Massenmedien niemanden ins Fernsehen bringen, der ihre Interessen wirklich hinterfragt: Niemand, der die Aufrechterhaltung dieses Systems und den Kapitalismus infrage stellt, wird eine derartige Hypermedialisierung erhalten.

Die Plünderung der Natur ist der kapitalistischen Produktionsweise geschuldet: Die Agrarindustrie vergiftet die Erde, der Megabergbau verwüstet Berge und Flüsse etc. Der Überkonsum ist ein durch den Kulturapparat des Kapitalismus mittels der Bombardierung mit Werbung ferngesteuertes Phänomen. Die geplante Obsoleszenz, ein perverser Mechanismus der künstlichen Verkürzung der Lebensdauer von Gegenständen, absichtlicher Bestandteil der kapitalistischen Produktionsweise, garantiert auch der Bourgeoisie, dass die Massen überkonsumieren. Denn auf diese Weise füllt sich die Bourgeoisie ihre Taschen: Basierend auf der Ausbeutung der Arbeitenden und der Zerstörung der Umwelt.

Im Kapitalismus gibt es keine Lösung für die Umweltzerstörung. Angesichts der handfesten Tragödie von Plastikmassen, die in den Ozeanen umhertreiben, der rapide Abholzung von uralten Bäumen, angesichts der geplünderten Gletscher, der verschmutzen oder ausgetrockneten Grundwasservorkommen und Flüsse, angesichts der durch den Megabergbau zerschnittenen Gebirgsketten, des abgebauten Urans, mit dem der militärisch-industrielle Komplex ganze Regionen bombardiert, angesichts des deutlichen Anstiegs des CO2-Anteils, ist der Zynismus der Besitzer der Welt ungeheuerlich. Als ob sie sich Folgendes überlegt hätten:

"Es lässt sich nicht mehr verleugnen, das heißt, die Zerstörung des Planeten, die wir Großkapitalisten verüben, ist nicht mehr zu verbergen. Nun gut, was sich jedoch machen lässt, um weiterhin plündern und kapitalisieren zu können, ist, über die tiefer liegenden und systeminhärenten Ursachen des Problems zu lügen. Die Hauptsache ist, dass nicht wir als die Verantwortlichen angesehen werden; dass nicht wir, die Eigentümer der Produktionsmittel angeprangert werden, als diejenigen, die entscheiden, was produziert wird, unter welchen Bedingungen und in welchem Rhythmus; als diejenigen, die sich durch die Plünderung der Natur und durch den Mehrwert, den wir den Arbeitenden entziehen, bereichern; als diejenigen, die darüber entscheiden, wie sich die Bevölkerung zu verhalten hat, da wir sie zum Überkonsum anstiften, der nur uns bereichert und sie dazu verleiten, dieses System nicht zu hinterfragen, das uns als herrschender Minderheit so sehr zugute kommt. Vorzutäuschen, dass wir uns um den Planet sorgen, wird sehr gute Rendite bringen. Eine gute Propagandaoperation mit globaler Reichweite genügt, bei der wir zu sehen sind, wie wir irgendeinem Symbol zuhören, das wir im Vorfeld selbst erschaffen haben; ein Symbol, das uns nicht als die herrschende, als die ausbeutende Klasse infrage stellt und das dieses System letztlich nicht infrage stellt."

Aber das Hauptübel lässt sich nicht mit Scheinmaßnahmen beheben und es ist offensichtlich, dass sich die Plünderung des Planeten nicht mit den Placebos aufhalten lässt, die das System anbietet, um die soziale Unzufriedenheit in ausweglose Sackgassen zu lenken.

Greta und ihre Gruppe appellieren an die angeblichen "moralischen Qualitäten" der Besitzer der Welt, sie appellieren an ihren angeblichen "guten Willen". Einmal mehr tauchen wir in das betäubende Märchen ein, das vorgibt, nicht zu wissen, dass im Kapitalismus die Anhäufung von Reichtümern durch die Großkapitalisten auf zwei grundlegende Arten verübt wird: Durch die Ausbeutung der Arbeitenden und durch die Plünderung der Natur. In diesem Märchen vom Greenwashing wird auf betrügerische Weise die Existenz eines vorgeblich "grünen Kapitalismus" vorgestellt, was aufgrund der systemimmanenten Logik völlig unmöglich ist. Ein "grüner Kapitalismus" ist ebenso wenig möglich wie ein "Kapitalismus mit menschlichem Antlitz" oder ein vegetarischer Löwe. Und das schlicht und einfach aus folgendem Grund: Wenn wir von diesem ökonomischen, sozialen, politischen und kulturellen System sprechen, das der Kapitalismus ist, dann sprechen wir von den Mechanismen, die seiner Logik inhärent sind: ka-pi-ta-li-sie-ren.

Und denen, die mit dem Schwindel ankommen, dass "die Länder des Nordens große Beispiele des guten und grünen Kapitalismus" seien, sei gesagt dass sie lieber eines der Opfer der Massaker fragen sollten, die die großen Konzerne aus dem Norden im Kongo begangen haben, um Coltan und andere Rohstoffe bis ins Mark ausbeuten zu können. Sagt ihnen Ericsson, Saab, Volvo, Bofors (Waffen), Nammo (Waffen), Kongsberg (Waffen), Ikea, H&M etc. etwas? Nicht gerade sehr "grün" oder sehr "menschlich" in Bezug auf Ausbeutung und Zerstörung der Arbeitenden und der Umwelt. Achso, wenn es also gelingt, die ganzen Schweinereien der Praktiken, die ein multinationales Unternehmen bereichern, in ein anderes Land auszulagern, dann wird diese Schweinerei nicht beachtet? Und vom enormen Handelsumsatz der schwedischen, norwegischen und finnischen Konzerne durch den Verkauf von Waffen und ihrer lukrativen Teilnahme an jeder neuen Invasion der Nato wird in dem Märchen auch nichts erzählt, nicht wahr?

Ein "grüner Kapitalismus" ist wie gesagt ebenso unmöglich wie ein "Kapitalismus mit menschlichem Antlitz" oder ein vegetarischer Löwe. Denn die Ausbeutung und die Zerstörung sind inhärente Bestandteile des Kapitalismus. Nun gut, was aber möglich ist, ist eben dieses unmenschliche und überhaupt nicht grüne Gesicht des Kapitalismus zu schminken, mit Tonnen von Schminke, damit es als das erscheint, was es nicht ist. Aber ein Löwe mit der Maske eines Zebras wird niemals vegetarisch sein, im Gegensatz zu der Figur, als die er sich verkleidet hat. Und ein System wie der Kapitalismus kann niemals "grün" sein wie die Masken, die eben dieses System von sich selbst medialisiert. Große multinationale Energiekonzerne, Umweltzerstörer par excellence, tragen Logos mit Kolibri und Meeresfauna zur Schau. BMW und eine schweizerische Bank finanzieren das Schiff, mit dem Greta die Meere befährt: Wird die Vorgehensweise von BMW oder dieser Bank dadurch also weniger schädlich, weniger niederträchtig?

Auf der anderer Seite werden im Diskurs des Greenwashing alle gleichermaßen beschuldigt, denn letztendlich... "Wenn wir alle schuldig sind, dann trägt niemand im Einzelnen die Schuld". Das ist ein Weg, um Verantwortlichkeiten aufzulösen, um nicht die Hauptverantwortlichen für diese Barbarei herauszustellen: die Großkapitalisten, die transnationale Bourgeoisie.

Es ist wahr, dass sich der Überkonsum nicht auf die Bourgeoisie beschränkt, denn obwohl diese sehr viel mehr konsumieren kann und eine ungeheure Verschwendung erzeugt, so wurde auch die ausgebeutete Klasse durch die Bombardierung mit Werbung entfremdet, um sie so zum Überkonsum zu bringen, selbst auf die Gefahr hin, Schulden zu machen.

Aber einmal mehr ist es eine Klassenfrage: Denn es ist die ausbeutende Klasse, die im Besitz der Produktions- und der Propagandamittel ist, die dem ganzen Planeten ihre ideologische und kulturelle Hegemonie aufzwingt, es ist die ausbeutende Klasse, die die ausgebeutete Klasse mit Hilfe der Massenmedien von ihrem Eigentum entfremdet. Mittels dieser Entfremdung lenkt die ausbeutende die ausgebeutete Klasse hin zum Überkonsum; sie lenkt sie durch die Bombardierung mit Werbung und vermittels der Paradigmen, die der Kulturapparat des Kapitalismus verbreitet (Individualismus, als "kompensatorisch" inszenierter Konsum, ein Gefühl des "Erfolgs" in Bezug auf das Haben und nicht auf das Sein etc.). Auch garantiert die planmäßige Obsoleszenz (die künstliche Verkürzung der Lebensdauer von Gegenständen) den Großkapitalisten, dass die Massen überkonsumieren, um ihnen die Bankkonten zu füllen, während sie den Planeten zerstören.

Im Jahr 2019 besitzen die 26 reichsten Personen der Welt die gleiche Menge an Geld, mit der sich die 3,8 Milliarden ärmsten Menschen der Welt über Wasser halten, die die Hälfte der Weltbevölkerung ausmachen (Oxfam). Eine Handvoll Multimillionäre besitzt die wichtigsten Produktionsmittel und die zentralen Propaganda- und Verbreitungsmittel. Ein Prozent der Weltbevölkerung besitzt 82 Prozent des weltweiten Reichtums. Die Datenbasis für den Pro-Kopf-Verbrauch von elektrischer Energie beweist, dass es Europa, die USA, Kanada und die übrigen kapitalistischen Metropolen sind, die den bei Weitem größten Anteil an weltweit verbrauchter Energie verbrauchen.

Im Diskurs der Grünen Maske findet eine Gleichsetzung statt zwischen der von den Großkapitalisten verübten Plünderung, den gigantischen Unternehmen, die ganze Flüsse für den Megabergbau in ihre Gewalt bringen und den Völkern, die deren Opfer sind. In diesem elenden Diskurs des "wir sind alle schuldig" werden Opfer mit Tätern gleichgesetzt. Ein Diskurs, der keinerlei Unterschied macht, weder zwischen sozialen Klassen, noch zwischen der Handvoll Länder, die 80 Prozent der Ressourcen des Planeten konsumieren (USA, Europa, Kanada, Japan, Australien und weitere kapitalistische Metropolen) und all den anderen Ländern der Welt (die überwältigende Mehrheit), die mit den verbleibenden 20 Prozent überleben. Im Diskurs der Grünen Maske wird nicht über kapitalistische Metropolen gesprochen, die überkonsumieren, im Gegensatz zu kapitalistischen Peripherien, die vom transnationalen Kapitalismus als reine "Rohstofflager" angesehen werden und bis auf den letzten Tropfen ausgeplündert werden; die ökologische Folge ist die Umweltzerstörung, die soziale Folge ist die Verarmung. Es wird auch nicht darüber gesprochen, dass bei dieser Plünderung jede Person oder Gemeinschaft getötet wird, die ihre Stimme gegen die kapitalistische Ausbeutung erhebt.

Die räuberischen multinationalen Konzerne werden mit den Völkern gleichgesetzt, die von ihnen vernichtet werden. Nehmen wir als Beispiel das Verbrechen von Anglo American, BHP Billiton und Clencore, die einen ganzen Fluss umgeleitet haben, um das Wasser für eines der größten Steinkohlebergwerke der Welt zu nutzen, den Tagebau El Cerrejón in Kolumbien. Die Folgen sind Dürre, Ökozid, Hungersnot und der Genozid an einem der größten indigenen Völker Kolumbiens, den Wayú. Mehr als 14.000 Wayú-Kinder sind an Hunger und Durst gestorben, verursacht durch die kapitalistische Ausbeutung dieser drei multinationalen Konzerne. Die tonnenweise abgebaute Steinkohle wird hauptsächlich in die USA und nach Europa gebracht.

Also: Nein, wir sind nicht "alle gleichermaßen schuld". Eine Arbeiterfamilie hat nicht die gleiche Verantwortung wie ein Kapitalist. Die multinationale Firma Glencore hat nicht die gleiche Schuld wie der Volk der Wayú, das gerade vernichtet wird. Die tausenden sozialen und wahren ökologischen Kämpferinnen und Kämpfer, die täglich durch die Kugeln der Auftragskiller des transnationalen Kapitalismus ermordet werden, haben keine Schuld; schuldig sind stattdessen diejenigen, die den Planeten ausplündern und Auftragskiller bezahlen, um jede Opposition gegen die kapitalistische Ausbeutung zu vernichten.

Für unsere Toten – nicht eine Minute des Stillschweigens angesichts der Barbarei und der Maskerade mit der sie vertuscht werden soll: Mehr als 1.500 indigene Kleinbauern, Afrokolumbianer, soziale und Umwelt-Kämpfer wurden in Kolumbien durch den transnationalen Kapitalismus innerhalb von fünf Jahren ermordet, weitere Tausende in Mexiko, viele weitere in verschiedenen Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas… Und sie kommen uns mit ihrem Märchen vom Mädchen mit den beiden Zöpfchen, das nicht das kapitalistisches System hinterfragt und das hypermedialisiert wird, mit seiner Inszenierung, die nach eurozentristischem Paternalismus riecht, mit einem Bühnenbild, das nach Zynismus riecht, mit seinem Theater, dass nach Heuchelei riecht, damit alles beim Alten bleibt.

Sie testen aus, bis zu welchem Punkt wir alle ihre Täuschungen mit einem einfältigen Lächeln schlucken, während sie, die Mitglieder der ausbeutenden Klasse, weiterhin Berge und Flüsse, Ozeane und Wälder ausplündern, während sie weiterhin Ökozide und Genozide begehen, während sie weiterhin Millionen von Besitzlosen in den Exodus treiben, während sie den Planeten in eine Müllhalde verwandeln und aus den Menschen Entfremdete machen (und wer sich nicht entfremden lässt und außerhalb des Rahmen des Unnützen kämpfen will, auf den zielen sie mit der paramilitärischen und militärischen Kugel oder mit politischer Verfolgung und Gefängnis.)

"Solange es den Kapitalismus gibt, wird sich dieser Planet nicht retten lassen; denn der Kapitalismus steht im Gegensatz zum Leben, zur Ökologie, zum Menschsein, zu den Frauen", betonte Berta Cáceres, authentische Umweltaktivistin und soziale Kämpferin aus Honduras, die ermordet wurde, weil sie sich der kapitalistischen Ausplünderung widersetzte. Chico Méndes, ein weiterer wahrer Umweltaktivist, Verteidiger des Amazonas und sozialer Kämpfer, getötet, um seine Stimme des Klassenbewusstseins zum Schweigen zu bringen, um die politische Organisation der Besitzlosen auszubremsen, wies vor seiner Ermordung bereits auf den Schwindel des "Greenwashing" hin2 (was damals zwar nicht mit diesem Begriff bezeichnet wurde, aber bereits existierte). (…) Es sind Tausende, die gegen die Ausplünderung der Natur kämpfen, doch ihre Stimmen werden nicht medialisiert und ihre Leben sind in der Regel kurz, denn sie werden durch die repressiven Werkzeuge im Dienste des transnationalen Kapitalismus abgeschnitten.

Und wenn irgendein Land die natürlichen Ressourcen verstaatlichen und nicht zulassen will, dass die multinationalen Unternehmen sie plündern, dann bombardieren sie es in ihren imperialistischen Kriegen, sie marschieren ein, sie schleusen bezahlte religiöse Fanatiker ein, die dem Imperium entsprungen sind, sie foltern, sie quälen, sie zwingen ihm blutrünstige Regime auf.

Wo sind diese falschen "Umweltschützer" des Systems, wenn der US-amerikanische und europäische Imperialismus Natur und Völker im Irak, in Libyen, in Kolumbien, in Afghanistan, im Jemen etc. massakriert? Ach, hier findet ihr Pseudo-„Protest“ also nicht statt, nicht wahr? Klar, die Marionetten gehören ins Theater, um die Gutgläubigen zu täuschen, um dafür zu sorgen, dass tausende von Menschen, die vom transnationalen Kapitalismus ermordet wurden (und werden, Tag für Tag), weil sie den Planeten in der ersten Reihe wahrhaftig verteidigt haben, sogar noch mehr totgeschwiegen werden, inmitten dieser ganzen Kakophonie, der Hypermedialisierung der Fiktion. Doch der Kampf geht weiter ‒ gegen den Kapitalismus und seine Barbarei; denn die Kosmetik, mit der sie seinen Gestank überdecken wollen, den kaufen wir ihnen nicht ab und wir sind viele.

Cecilia Zamudio aus Kolumien arbeitet als Journalistin, Autorin und Künstlerin

  • 1. Greta Thunberg war im Januar 2019 als Referentin zum 19. Weltwirtschaftsforum in Davos eingeladen und traf bei der Gelegenheit mit der damaligen Chefin des IWF, Christine Lagarde zusammen, die diesen Posten acht Jahre innehatte. Lagarde ist seit dem 1. November 2019 Präsidentin der Europäischen Zentralbank
  • 2. Chico Mendes hat gesagt: "Ohne sozialen Kampf ist die Ökologie nur Gartenpflege."
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