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12.02.2018 Kolumbien / Politik

Über die Möglichkeiten der politischen Teilhabe in Kolumbien

"Die Frage ist nicht, ob die Menschen am politischen Geschehen teilnehmen wollen, sondern ob man sie teilnehmen lässt" - Die politische Situation in Kolumbien
Vertreter einer Kommission der Zivilgesellschaft und ELN-Guerilla bei ihrer Zusammenkunft  am 10. Februar in Quito, Ecuador. Sie fordern eine direkte Beteiligung sozialer Organisationen an den Friedensverhandlungen

Vertreter einer Kommission der Zivilgesellschaft und ELN-Guerilla bei ihrer Zusammenkunft am 10. Februar in Quito, Ecuador. Sie fordern eine direkte Beteiligung sozialer Organisationen an den Friedensverhandlungen

Quelle: @mesasocialpaz

Seit 1886 ist Kolumbien eine Demokratie - allerdings eine, die vornehmlich auf dem Papier existiert. Das Land hat eine lange, von gewaltvollen Konflikten gezeichnete Geschichte, der Großteil der kolumbianischen Bevölkerung lebt in armen Verhältnissen. Es gibt keine flächendeckende soziale und medizinische Absicherung, geschweige denn Bildungsangebote für einkommensschwache Menschen. Die Sicherheit wird nur vordergründig von einem staatlichen Gewaltmonopol garantiert, hinter den Kulissen haben andere Gruppen und Leute das Sagen.

Nicht trotz, sondern gerade aufgrund dieser Zustände ist die kolumbianische Bevölkerung weitgehend politisiert - "die Frage ist nicht, ob die Menschen am politischen Geschehen teilnehmen wollen, sondern ob man sie teilnehmen lässt", sagt Harald Neuber, Redakteur des Lateinamerika-Nachrichtenportals amerika21. Mit ihm sprach Radio Corax über die aktuelle politische Lage in Kolumbien und deren Ursachen. Zu Beginn des Gesprächs geht Harald Neuber auf die historische Genese des Landes ein und zeigt tatsächlich demokratische Momente der kolumbianischen Geschichte auf.

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