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2000. Marsch der Madres de Plaza de Mayo in Buenos Aires für "Gedenken, Wahrheit und Gerechtigkeit"

Blick von oben auf den Plaza de Mayo in Buenos Aires am vergangenen Donnerstag. Unmittelbar vor dem Präsidentenpalast gelegen, war er stets Schauplatz von historischen Ereignissen in der Geschichte Argentiniens gewesen

Quelle: twitter @CasaRosadaAR
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Buenos Aires. Die international bekannten Menschenrechtlerinnen der Gruppe Madres de Plaza de Mayo (Mütter des Maiplatzes) in Argentinien haben vergangenen Donnerstag ihre 2000. Demonstration in knapp 40 Jahren vor dem Präsidentenpalast abgehalten.

Einen Tag zuvor hatte Präsident Mauricio Macri sich in einem Live-Interview geäußert, "keine Ahunung zu haben, ob es neuntausend oder dreißigtausend" Opfer gewesen seien. Die Verschleppungen, Folter und Verschwindenlassen von Regimegegnern unter der damaligen Diktatur General Videlas (1976-1983) bezeichnete das Staatsoberhaupt als "schmutzigen Krieg" - eine Definition der Greueltaten, die in dieser Form seit vielen Jahren nicht mehr öffentlich in Argentinien benutzt wird, da sie als rechter Sprachgebrauch gilt. Die Vorsitzende der "Madres", Hebe de Bonafini, bezeichnete er als "irre".

Der ohnehin geplante Marsch der Menschenrechtsorganisation ist von tausenden Menschen begleitet worden, die ihre Solidarität bekundeten. Aus Anlass der Jubiläumsdemo zeigt amerika21 Eindrücke der Veranstaltung sowie historische Aufnahmen der Madres de Plaza de Mayo, die seit nunmehr 39 Jahren mit den Forderungen "Gedenken, Wahrheit und Gerechtigkeit" für eine Aufarbeitung der Diktaturzeit kämpfen.

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