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Frauendemonstration in Argentinien: "Frei, schön, verrückt und revolutionär"

In Argentinien wird jeden Tag eine Frau ermordet

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Im Rahmen des 31. Frauenkongresses haben in Rosario, der drittgrößten Stadt von Argentinien, mehr als 100.000 Frauen an einer Demonstration teilgenommen. Sie protestierten gegen die Gewalt und die zunehmenden Morde an Frauen und forderten staatliche Maßnahmen zu ihrem Schutz und zur Bestrafung der Täter. Ebenso kritisierten sie die sozialen Kürzungen und Entlassungen der Regierung unter Präsident Mauricio Macri. Unter den Forderungen der Frauen war auch das Recht auf Abtreibung wieder zentral. Auch gegen die Haltung der Kirche in Frauenfragen und bezüglich Verhütung und Schwangerschaftsunterbrechung richtete sich ihr Protest.

Vor der Kathedrale von Rosario kam es am Abend zu Zusammenstößen mit der Polizei. Dabei wurden 15 Demonstrantinnen, zwei Journalisten und zwei Polizisten verletzt. Nach Angaben von Augenzeugen setzten die Polizisten massiv Gummigeschosse, Pfefferspray und Tränengas ein und schlugen auf die Frauen ein, die immer wieder versuchten, die Absperrungen vor der Kathedrale zu beseitigen.

Die "Encuentros Nacionales de Mujeres" (ENM) in Argentinien entstanden im Anschluss an eine erste landesweite Zusammenkunft von 600 Frauen im Jahr 1985. In der Folgezeit kamen immer mehr Teilnehmerinnen hinzu, in diesem Jahr waren es rund 70.000.

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