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22.08.2010 Ecuador / Politik

Abwahlreferendum gegen Correa

Quito. Am Montag vergangener Woche reichten Vertreter der Opposition in Ecuador einen Antrag zur Durchführung eines Referendums ein, mit dem Präsident Rafael Correa zur Hälfte seiner Amtszeit vorzeitig abgelöst werden soll. Die Initiative wird vom oppositionellen Präsidentschaftsanwärter und ehemaligen Fernsehmoderator Carlos Vera geleitet. Für die Durchführung des Referendums benötigt die Initiative 15 Prozent der Wählerstimmen. Mit der Vorerhebung ist nun der Nationale Wahlrat betraut.

Mit dem bisherigen Stand der politischen Verhältnisse hat die Opposition zwar eine Chance, die Durchführung des Referendums zu erreichen, eine Abwahl von Correa gilt jedoch als extrem unwahrscheinlich. Der amtierende Präsident kann auf Zustimmungsraten von mehr als 70 Prozent verweisen. Auch der Direktor der Fakultät der lateinamerikanischen Sozialwissenschaften, Adrian Bonilla, sagt im Falle einer Volksbefragung einen "überwältigenden Sieg" für Correa voraus. Alle Umfrageinstitute seien sich darin einig, dass der Präsident über eine außerordentlich hohe Populärität verfüge. 

(mdan/ANDES)

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